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Gleichstellung: Uni mit guten Plätzen und Nachholbedarf

Gleichstellung: Uni mit guten Plätzen und Nachholbedarf

Die Bergische Universität hat zum wiederholten Male im bundesweiten Gleichstellungsranking des "Center of Excellence Women and Science" (CEWS) am Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS) Spitzenpositionen erzielt.

In vier von sieben Kategorien wurde die Wuppertaler Hochschule in der Spitzengruppe positioniert — beim Frauenanteil an Studierenden und wissenschaftlichen Qualifikationen nach der Promotion (Habilitationen 30,8 Prozent und Juniorprofessuren 47,1 Prozent) sowie bei der Steigerung des Frauenanteils an Professuren (plus 5,3 Prozent) und am wissenschaftlichen sowie künstlerischen Personal (plus 6 Prozent) im Vergleichszeitraum 2008 und 2013.

Im Gesamtranking bewegt sich die Universität in einem guten Mittelfeld. Sie gehört zur mittleren Ranggruppe (7 von 12 möglichen Punkten) und kann damit das bereits im Gleichstellungsranking 2013 erreichte Niveau halten. Im Landesvergleich liegt sie hinter den Universitäten Aachen, Duisburg-Essen, Bielefeld, Köln, Paderborn und in derselben Ranggruppe mit Bochum, Bonn und Münster.

"Die Bergische Universität hat sich im Gleichstellungsranking wiederholt gut positioniert. Dies gilt auch für den Bereich der Professuren, wo der Frauenanteil mit 23,4 Prozent in der Mittelgruppe obenauf liegt. Es ist aber auch unverkennbar, dass ein deutlicher Nachholbedarf im Bereich des Frauenanteils am wissenschaftlichen und künstlerischen Personal (37,8 Prozent) sowie an Promotionen (30,8 Prozent) besteht. Hierauf sollte in den nächsten Jahren ein besonderes Augenmerk gelegt werden", betont Uni-Gleichstellungsbeauftragte Dr. Christel Hornstein.

Mit dem aktuellen Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten legt das CEWS die siebte Ausgabe vor. Es ist — auch auf internationaler Ebene — das einzige Ranking seiner Art. Ziel ist es, Entwicklungen der Hochschulen im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern kontinuierlich vergleichbar und im Abstand von zwei Jahren Veränderungen und Trends sichtbar zu machen. Das aktuelle Ranking beruht auf quantitativen Daten aus dem Jahr 2013. Eingeflossen sind Daten von 337 Hochschulen, das Gesamtranking gibt Auskunft über 65 Universitäten, 158 Fachhochschulen und 46 Künstlerische Hochschulen.