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"Girlsdaypower 2020"-Wettbewerb: Vierter Platz für eine Wuppertalerin

Wuppertalerin holt Platz 4 bei „Girls’ Day“-Wettbewerb : „Naturwissenschaften sind toll!“

Die elfjährige Wuppertalerin Carolina Krane, die das Gymnasium am Kothen besucht, hat beim bundesweiten Wettbewerb „Girlsdaypower-2020“ den vierten Platz geholt. Über 200 Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren hatten sich beteiligt. Carolina hat anschließend auf Wunsch ihrer Lehrerin einen Text über den Wettbewerb in Zeiten von Corona geschrieben. Wir veröffentlichen diesen Text im Wortlaut.

„Jedes Jahr im Frühjahr findet in Deutschland der Girls’ Day statt. Das ist ein Tag, an dem Mädchen sich Berufe angucken, für die sich oft nur Jungs interessieren. Die meisten der Berufe haben was mit Naturwissenschaften oder Technik zu tun. Warum da fast nur Jungs hinwollen, wollte ich gern mal wissen. Mädchen können doch auch alles und Naturwissenschaften sind toll. Deshalb habe ich mich für ein Praktikum als Chemielaborantin angemeldet.

Doch dann kam Corona und der Girls’ Day musste ausfallen.Vor lauter Langeweile zu Hause habe ich mich im Internet über Hühner informiert. Als dann unser Biolehrer uns als Aufgabe gegeben hat, ihm ein Referat über die Geschichte von Haustieren zu schicken, habe ich ein Video über Hühner gedreht. Da habe ich gleich noch viel übers Filmemachen gelernt. Ein paar Tage später hat mir meine Mutter erzählt, dass es vom Girls’ Day einen Wettbewerb gebe. Da sollte man ein Video hinschicken und sagen, ob man Vorbilder für Berufe vom Girls’ Day hat. Ich habe von meinen Großcousinen erzählt, die Agrar-Ingenieurin und Biologin sind und einen Bio-Bauernhof betreiben. Außerdem habe ich von meinen Erfahrungen berichtet, einen Film zu drehen.

Ganz lange habe ich nichts gehört vom Wettbewerb ‚Girlsdaypower-2020’. Dann plötzlich kam ein Paket mit Geschenken. Ich habe mich total gefreut. Über 200 Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren haben mitgemacht. Ich habe den vierten Platz belegt und damit gezeigt, dass es am Gymnasium am Kothen in Wuppertal nicht nur den Girls’ Day gibt, sondern sich Mädchen auch so für MINT-Berufe (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) interessieren. Nächstes Jahr gibt es den Girls’ Day hoffentlich wieder.“

Carolina Kranes Mutter übrigens freut sich nicht nur „einfach so“ über den Erfolg ihrer Tochter, sondern als Berufsberaterin zusätzlich über ein gelungenes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, dass Mädchen auch einmal in „atypische Berufe hineinschnuppern“.