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Gegen Braunkohle: Greenpeace-Protest vor Laurentiuskirche in Wuppertal

Gegen Braunkohle-Abbau : Greenpeace-Protest vor der Laurentiuskirche

Mit einem Fotobanner des zerstörten „Immerather Doms“ haben Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace vor der Elberfelder Laurentiuskirche in Wuppertal und in 45 weiteren Städten vor historischen Kirchen demonstriert.

Dazu zählten der Aachener und Kölner Dom, die Dresdner und Münchner Frauenkirche, der Hamburger Michel und 40 weitere Kirchen. Die Klimaschützerinnen und -schützer fordern einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle, „für die in Deutschland noch immer Dörfer und Kirchen zerstört werden sollen“. Der fast 130 Jahre alte „Immerather Dom“ (offiziell: St. Lambertus Kirche) wurde 2018 trotz Protest für den Tagebau Garzweiler II in NRW abgerissen. „Armin Laschet will Kirchen und Klima für Braunkohle zerstören“, stand auf einem weiteren Banner. „Wenn ausgerechnet ein Christdemokrat wie Armin Laschet Kirchen für Kohle einreißen lässt, dann bringt das die rücksichtslose Klimapolitik der Union auf den Punkt“, so Greenpeace-Sprecherin Chantal Roskamp. „Will Laschet Vorsitzender einer zukunftsgewandten Partei sein, darf er nicht länger eine gestrige Energiepolitik betreiben, die Klima, Kirchen und Natur zerstört.“

Trotz des beschlossenen Kohleausstieg plane CDU- und NRW-Chef Laschet, den Braunkohleabbau in NRW auszuweiten, kritisiert Laschet. Damit würden über 1.500 Menschen ihre Heimat verlieren, Dörfer und Kirchen abgerissen. Die Leitentscheidung zu den künftigen Abbaugrenzen der Tagebaugebiete wird für Anfang April erwartet. „Im Rheinland wurden bereits mehr als 45.000 Menschen für Braunkohletagebaue umgesiedelt und über 100 Dörfer und Weiler samt jahrhundertealten Kirchen und Kulturdenkmälern zerstört“, erklärt Greenpeace. „Der Braunkohlekurs des CDU-Chefs stößt auch in der Kirche auf öffentliche Kritik. In einem im Februar veröffentlichten Appell von über 50 Organisationen fordern katholische und evangelische Kirchenverbände die Zerstörung von Heimat und Dörfern zu stoppen und mit der anstehenden Leitentscheidung die bedrohten Ortschaften zu erhalten - auch für den Klimaschutz.“

  • Symbolbild.
    Gegen Kohleabbau : Greenpeace-Protest vor Laurentiuskirche
  • Dr. Rolf Köster.
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  • Jürgen Hardt ist einer der beiden
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Und weiter: „Wird der Kohleabbau wie von Laschet geplant ausgeweitet, kann Deutschland die Pariser Klimaschutzziele nicht einhalten. Aktuelle Gutachten belegen, dass es für die Energieversorgung in Deutschland keinen Grund gibt, Dörfer für Braunkohletagebaue zu opfern.“