Drei Schwebebahnen für Wuppertal

Wuppertal · Die Wuppertaler Stadtwerke beginnen 2016 damit, die alten Schwebebahnwagen der Generation 1972 bis 1974 auszumustern. Sie werden durch moderne Fahrzeuge ersetzt, die bereits produziert und ab Ende des Jahres ausgeliefert werden.

 An der Kluse.

An der Kluse.

Foto: WSW

Ganz verschwinden sollen die derzeitigen Modelle aber nicht. Drei der alten Bahnen geben die WSW im Rahmen eines öffentlichen Wettbewerbs für herausragende Nutzungsideen ab. Bis zum 30. September 2015 können Vorschläge eingereicht werden. Am Ende entscheidet ein Publikumsvoting.

 An der Sonnborner Hauptkirche.

An der Sonnborner Hauptkirche.

Foto: WSW

Zuvor wollen die WSW die Vorschläge jedoch auf ihre Realisierbarkeit prüfen." Es wäre schade, wenn die Schwebebahnfans für einen Vorschlag stimmen, der sich am Ende als undurchführbar herausstellt. Denn ganz so einfach ist es mit der Nutzung einer alten Schwebebahn nicht. Das fängt schon mit Größe und Gewicht der Gelenktriebwagen an. Bei knapp zehn Tonnen Gewicht und 24 Metern Länge kann man sich ein solches Fahrzeug nicht mal eben in den Garten stellen. Ohne Fundament und Standsicherung würden die Bahnen umkippen. Die Drehgestelle mit den Rädern müssen ohnehin entfernt werden — sie würden aufgrund ihres Gewichtes sonst durch das Dach drücken", heißt es. "Auch der Transport ist aufwändig. Denn dafür müssen die Bahnen in Einzelteile zerlegt werden. Vorderwagen, Hinterwagen und Mittelteil werden dann einzeln transportiert. Für die Montage am Aufstellungsort ist ein Kran erforderlich, denn u. a. sind Arbeiten an der Unterseite der Fahrzeuge erforderlich. Das alles ist ohne professionelle Hilfe und ausreichende Finanzmittel kaum zu bewerkstelligen." Je nach Nutzungsidee müssen Genehmigungen bei den zuständigen Behörden eingeholt werden.

 Die Station Landgericht.

Die Station Landgericht.

Foto: WSW

Damit sich Interessenten schon im Vorfeld schlau machen können, haben die WSW auf der Website www.neue-schwebebahn.de Informationen zu Technik, Montage, Wartung und Pflege der Schwebebahnen zusammengestellt. Dort sind auch Ansprechpartner für spezielle Fragen zu Technik und Wettbewerbsbedingungen genannt.

 In Oberbarmen.

In Oberbarmen.

Foto: Dirk Freund

Unabhängig vom Wettbewerb gibt es aber auch die Möglichkeit, eine alte Bahn zu kaufen. Der Kaufpreis beträgt 5.000 Euro. Die Verkaufsphase beginnt am 19. Oktober 2015 und endet am 13. November. Verbindliche Angebote können unter der E-Mail-Adresse alte-schwebebahnen@wsw-online.de abgegeben werden. Sie werden nach Eingangsdatum berücksichtigt.