„Eine aufregende Nacht! Zurzeit wird auf dem Dach gearbeitet. Ein Container hat um 1 Uhr angefangen zu brennen und hat die Fassade von meinem Atelier angegriffen. Also, wahrscheinlich ein Baustellenunfall. Das Gebäude ist äußerlich beschädigt, aber sonst kein großes Schaden“, so Cragg gegenüber der Rundschau. „Gott sei Dank haben die Nachbarn die Feuerwehr kontaktiert, und die haben sehr schnell gehandelt, um mehr Schaden zu verhindern.“
Die Baustoffe, die in einem großen Container neben der Halle lagerten, waren nach Angaben der Feuerwehr „entgegen den ersten Annahmen nicht asbesthaltig“. Das gelte auch „für die teilweise abgebrannte Fassade der Halle. Es besteht demzufolge keine Gefahr für die Umwelt rund um die Einsatzstelle.“
Zunächst waren die Umweltbehörden in Kenntnis gesetzt worden, weil in dem Container „Säcke mit asbesthaltigen Fassadenteilen“ vermutet worden waren. Auch war davor ausgegangen, dass die Schutzkleidung und die Arbeitsgeräte der Feuerwehrmänner dekontaminiert sein könnten. Das bestätigte sich aber nicht. Später waren deshalb keine entsprechenden Maßnahmen mehr notwendig. (Bilder)
Brand vor Atelier von Tony Cragg
Die Einsatzkräfte benötigten mehrere Stunden, um den Container vollständig zu löschen. Sie öffneten zudem Teile des Hallendaches, um mögliche Glutnester ausfindig zu machen und ein Aufflammen des Brandes zu verhindern.
Das Innere der Halle und damit Kunstwerke wurden nicht beschädigt, ebenso ein daneben liegendes Gebäude. Die Feuerwehr war in der Spitze mit rund 100 Kräften vor Ort, darunter Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren. Die Wuppertaler Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Brandes und der Höhe des Sachschadens aufgenommen.