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Bilder aus dem neuen Ninetynine-Hotel in Wuppertal

Mit Bildergalerie : Ninetynine-Hotel in Elberfeld hat eröffnet

Am Kasinokreisel mitten in der City ist das Ninetynine-Hotel an den Start gegangen. Es will eine „Oase in der Stadt“ für Gäste und die Wuppertaler sein. 10,5 Millionen Euro wurden dafür in die ehemalige Filiale der Dresdner Bank investiert.

Nach dem fast zweijährigen Umbau erinnern nur noch die Treppenhaus-Geländer in gedecktem Dresdner-Bank-Grün daran, dass es in dem Komplex aus dem Jahr 1969 früher um Geldgeschäfte ging. Wo die Kassenhalle war, sind jetzt Rezeption, Lobby, Restaurant und Bar, die fließend ineinander übergehen. In der ehemaligen Vermögensberatung gibt’s einen Fitnessbereich - und auf den Verwaltungsetagen stehen 99 Zimmer für Wuppertal-Besucher zur Verfügung.

Die Zahl passt zufällig schön ins Konzept der neuen Hotelmarke, mit der sich die Centro-Gruppe im Budget-Lifestyle-Segment positionieren will. Dem Hamburger Familienunternehmen gehören mehr als 70 Hotels in Deutschland und Österreich, Wuppertal ist nach Heidelberg erst der zweite Standort für das junge Ninetynine-Konzept, 18 weitere sind in Vorbereitung. „Neun ist eine Wohlfühl-Zahl. Und bei 99 fühlt man sich doppelt wohl“, erklärt Lorenz Maurer den Markennamen. Der gebürtige Schweizer betreut als Director of Operations die Expansion. Zuvor hatte er die erfolgreiche Hotelmarke „25hours“ an den Start gebracht und schaut jetzt sichtlich zufrieden auf die Eröffnung in Wuppertal.

„Wir haben hier wenig Konkurrenz. Und ein gutes Produkt mit guter Mannschaft wird sich überall durchsetzen“, sieht er die Voraussetzungen für sein Haus durchaus positiv. Was den Standort angeht, steht die Qualität jedenfalls außer Frage: Zwischen Luisenviertel und Fußgängerzone sind Gäste hier mitten im Elberfelder City- und Gastro-Geschehen.

Letzterem will das Hotel mit seinem Food-Programm noch eine ganz neue Facette hinzufügen: Es setzt im öffentlichen Restaurant-Bereich komplett auf eine „Bowl-Bar“, die vom Hamburger Szene-Star Hannes Schröder für alle Häuser der Gruppe konzipiert wurde. Die angesagten Schüsseln werden ganz nach Gäste-Vorlieben mit frischen Zutaten gefüllt und folgen damit einem gerade weltweit erfolgreichen Gastronomie-Trend. Die große Bar steht Nicht-Hotelgästen ebenfalls offen.

40 Stellplätze sorgen in der Tiefgarage für Park-Komfort, wie bei allen Ninetynine-Hotels übernimmt ein Elektro-Auto die Shuttle-Dienste. Und fünf E-Bikes sollen ebenfalls demnächst angeschafft werden. Nachhaltigkeit ist passend zu den Wildnismotiven, die das Design prägen, auch sonst ein Thema. So sind die Zahnputzbecher aus recycletem Bambus und auf dem Dach steht ein Bienenstock. „Wir wollen kein Bio-Hotel sein“, stellt Maurer klar, „aber viel Ökologisches ist auch ökonomisch sinnvoll“.

Apropos Ökonomie: Die neue Marke setzt zwar auf persönlichen Service zum Beipsiel an der rund um die Uhr besetzen Rezeption, kommt aber vor allem wegen des Gastro-Konzepts mit überschaubarem Personal aus. So will man auch preislich den Budget-Anspruch einlösen können. Maurer dazu: „Wir vermieten Zimmer mit 150-Euro-Standard für 50 Euro.“

Aktuell läuft das Hotel noch im Soft-Opening-Modus. Daher öffnet das Restaurant erst um 17 Uhr, in Kürze soll es auch mittags zur Verfügung stehen. Längst eingeweiht ist der markante gelbe Flügel, der in der Lobby unmittelbar ins Auge fällt. Ähnliche Modelle sollen in allen Ninetynine-Hotels als „Eisbrecher“ fungieren. „Wir fragen jeden Gast, ob er Klavier spielen kann“, verrät Maurer. „Wenn ja, dann darf er gerne daran Platz nehmen. Da haben wir in Heidelberg schon tolle Sachen erlebt ...“