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Bergische Uni Wuppertal: Projekt vernetzt regionale Angebote

Bergische Uni : Projekt vernetzt regionale Angebote

MINT-Angebote im Bergischen Städtedreieck ausbauen und vernetzen – darum geht es im Verbundprojekt „MINTdig - MINT-Bildung digital verbindet“, an dem die Zoologin Prof. Dr. Angelika Preisfeld von der Bergischen Universität Wuppertal sowie die Junior Uni Wuppertal (Dr. Annika Spathmann, Dr. Ariane Staab) und die Bechtle GmbH Solingen (Bernhard Margos) beteiligt sind.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für eine Laufzeit von drei Jahren mit einer Gesamtsumme von 253.000 Euro gefördert. Davon gehen 138.000 Euro an die Bergischen Universität, bei der auch die Verbundkoordination liegt.

Ausgang bilden zwei neu konzipierte Bildungsformate im Citizen Science-Ansatz, mit dem auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagiert wird. Damit sollen Kinder und Jugendliche aus ländlichen Regionen nachhaltig stärker in MINT-Aktivitäten eingebunden werden. Weitere Zielgruppen sind Lernende aus bildungsfernen Elternhäusern und Familien mit Migrationshintergrund sowie Mädchen, um auch diese in der MINT- und digitalen Bildung häufig benachteiligten Gruppen verstärkt zu erreichen und positive Selbstkonzepte aufzubauen. „Die hochaktuellen Themen Digitale Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sollen in einem „Blended learning-outdoor education“-Ansatz verknüpft werden, um die Jugendlichen auf ein Leben in einer sich schnell verändernden Welt vorzubereiten“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr. Angelika Preisfeld.

Im ersten Kursformat bearbeiten die Lernenden selbst erarbeitete Forschungsfragen zu Klimawandel und Biodiversität vorwiegend zuhause und draußen, eingebettet in computergestütztes Lernen. Gecoacht durch Fachpersonal der drei Kooperationspartner erheben sie experimentell und mittels intelligenter Geräte Klimadaten und bestimmen über Apps verschiedene Organismengruppen. „Die Lernenden tauschen sich regelmäßig über eine Plattform mit Kursleiterinnen und -leitern sowie anderen Teilnehmenden aus. Gamification-Elemente und eine ansprechende Oberfläche sollen für eine hohe Motivation sorgen“, so Angelika Preisfeld. Die Daten aller Kurse werden in eine öffentliche digitale Karte eingepflegt, die durch weitere Kurse, aber auch durch andere Interessierte ständig weiter gefüllt wird. Präsenztermine zu Beginn, Mitte und am Ende vermitteln die experimentelle und digitale Kompetenz zur Bestimmung sowie für die Datenaufnahme und Online-Plattform.

Im zweiten Kursformat, der Summer-School, werden für 14- bis 16-Jährige besonders aus ländlichen Regionen von NRW MINT-bezogene Schnupperkurse in Studiengängen und IT-Ausbildungsberufen angeboten.