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AOK Wuppertal: Lockdown und Homeoffice belasten die Gesundheit

Corona-Pandemie : AOK: Lockdown und Homeoffice belasten die Gesundheit

Zu den Nebenwirkungen der Corona-Pandemie zählen zunehmend auch körperliche und seelische Belastungen. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg zur Arbeitsunfähigkeit.

Die Gesundheitskasse verzeichnete demnach im vergangenen Jahr in Wuppertal 36,52 Fälle je 100 Versicherte unter den AOK-versicherten Beschäftigten, die aufgrund einer Muskel- oder Skeletterkrankung im Job ausfielen, in 14,16 Fällen war eine psychische Erkrankung die Ursache für die Arbeitsunfähigkeit. Bei den Atemwegserkrankungen waren es 50,78 Fälle je 100 Versicherte, wie aus den Erhebungen hervorgeht. Die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie (AHA-L) sorgten aber dafür, dass weniger Menschen an anderen Krankheiten, wie etwa Bronchitis oder Magen-Darm-Infekten, litten und der Gesamtkrankenstand in Wuppertal nur minimal gestiegen ist zum Vorjahr (6,26 Prozent in 2019).

„Die Unsicherheiten während des ersten Pandemiejahres stellen für viele Wuppertaler und ihre Familien eine Herausforderung dar, gerade psychisch instabile Menschen sind besonders betroffen. Aber auch die Einschränkungen im Homeoffice sowie in Freizeitgestaltung und Sport wirken sich zunehmend negativ auf die körperliche und seelische Gesundheit der Menschen aus“, sagt Oliver Hartmann, Regionaldirektor Wuppertal-Remscheid-Solingen der AOK Rheinland/Hamburg.

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Insgesamt waren die Städte und Kreise im Rheinland und im Ruhrgebiet im vergangenen Jahr unterschiedlich stark von der Corona-Pandemie betroffen. Im Kreis Heinsberg verzeichnete die AOK Rheinland/Hamburg 6,92 Corona-Fälle je 100 Versicherte, Düsseldorf lag mit 2,5 Fällen im Mittelfeld, im Oberbergischen Kreis waren es bis Ende 2020 lediglich 1,58 Fälle je 100 ganzjährig Versicherte. Wuppertal liegt mit 2,87 Fällen im oberen Mittelfeld dieser Rangliste.