Frieda Braun im Wuppertaler Opernhaus Flink wie ein Wiesel, scheu wie ein Feldhase

Wuppertal · Im Wuppertaler Opernhaus geht es am 24. Mai 2026 ein wenig anders zu als sonst. Vor allem heißt es „Erst mal durchatmen!“ – ab 19 Uhr mit Komikerin und Kabarettistin Frieda Braun.

Frieda Braun.

Foto: Britta Schüssling

Ihr Leben ist chaotisch? Sie streiten oft? Sie schlafen kaum? Hilfe naht in Gestalt von Frieda und ihrer Splittergruppe; Frauen mit knarzigen Charakteren, die den Miss-Marple-Filmen mit Margaret Rutherford entsprungen sein könnten. Frieda ist im Yoga-Fieber. Die fernöstliche Gelassenheit tut gut, denn es geht um Haus-Entrümpelungen und die Statik von Knabber-Etageren, um überfressene Hornhaut-Fische und Trunkenheit im Martinszug, Barbiepuppen und Donald Trump.

Aufgeregt wie eine Henne, flink wie ein Wiesel, scheu wie ein Feldhase – Frieda zeigt fast zwei Stunden lang alle Facetten ihrer Persönlichkeit. Und siehe da: Über die Widerspenstigkeiten unseres Daseins können wir plötzlich herzhaft lachen. Einen ganzen Abend lang.

Frieda Braun ist regelmäßig zu Gast in der „Ladies Night“ (ARD). Viele kennen sie auch von den Tourneen mit Gerburg Jahnke. Mit ihren Soloprogrammen füllt sie große Hallen und zählt inzwischen wohl zu den erfolgreichsten Kabarett-Bühnenfiguren im Land.

Kleine Person, gewaltiger Wortwitz: Mal trifft Frieda mit klaren Worten direkt ins Schwarze, mal nimmt sie so kuriose Umwege, dass sie scheinbar den Faden verliert. So oder so: Es vergeht kaum eine Minute, in der das Publikum nicht lachen muss.