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BOB Campus: Schulbaupreis NRW geht auch nach Wuppertal

BOB Campus : Schulbaupreis NRW geht auch nach Wuppertal

Der Wuppertaler BOB Campus mit seiner integrierten Realschule ist mit dem „Schulbaupreis NRW 2023“ ausgezeichnet worden.

In der Begründung der Jury heißt es: „Das Konzept des BOB Campus überzeugt durch den eng mit den Bedarfen des Stadtteils verknüpften Nutzungsmix. Durch die architektonische, funktionale und durch Beteiligungsprozesse aktiv unterstützte Öffnung in den Stadtteil wird die enge Verknüpfung mit der Geschichte der ehemaligen Textilfabrik auf eine zeitgemäße Weise fortgesetzt.

Das auf zwei Etagen in die ehemalige Textilfabrik integrierte Lerncluster der Max-Planck-Realschule bietet nicht nur spannende Orte für individuelles Lernen, Projekt- und Gruppenarbeit. Durch die Verzahnung mit Nachbarschaftsetage, Viertelküche, Kita, Stadtteilbibliothek und Bürolofts werden gleichermaßen auch Einblicke in vielfältige reale Lebens- und Arbeitswelten ermöglicht und so das gegenseitige Verständnis gefördert. Auch innenräumlich wird die Fabrikatmosphäre geschickt durch die Kontrastierung erhaltener Spuren mit neuen Interventionen transportiert. Auf diese Weise ist nicht nur eine inspirierende Lern- und Arbeitsatmosphäre entstanden, sondern auch ein Vorbild für den Umgang mit Themen wie ‚graue Energie‘ und ‚Kreislaufwirtschaft‘.

 Die Preisverleihung.
Die Preisverleihung. Foto: Mathias Kehren/AKNW
  • Der Opel blieb entgegen der Fahrtrichtung
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  • Bild von einem früheren Aktionstag.
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  • Die Trommeln fanden bei den Kindern
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Eine alte Fabrik zu aktivieren und zu neu nutzen, dabei Schule in ein Stadtteilzentrum zu integrieren – dies ist ein überzeugender konzeptioneller Ansatz neuer Lebens- und Lernweisen.“

Das Schulgebäude wurde von „raumwerk.architekten Hübert und Klußmann PartGmbB Köln“ konzipiert. Bauherr war die Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH (Bonn).

Insgesamt wurden zehn Objekte durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Architektenkammer NRW prämiert. 63 neue, umgebaute und erweiterte Schulgebäude waren eingereicht worden. Unter ihnen wählte eine unabhängige Fachjury unter Vorsitz der Berliner Architektin Prof. Ulrike Lauber zehn Schulen als gleichrangige Preisträger aus. Lauber lobte die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten. „Schulen sind auch immer Orte der Baukultur; Orte, die die Menschen von klein auf prägen. Die prämierten Bauten sind hierfür Beispiel und Anreiz.“

 Das Gebäude von außen.
Das Gebäude von außen. Foto: Jens Willebrand

Dorothee Feller (NRW-Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen): „Es ist sehr wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte sowie alle am Schulleben Beteiligten in ihrem Arbeitsumfeld wohlfühlen. Die ausgezeichneten Schulbauten helfen dabei, eine positive Lernatmosphäre zu schaffen, und unterstützen ein erfolgreiches Lernen und Lehren.“

Ernst Uhing (Präsident der Architektenkammer NRW) betonte, dass Schule heute nicht nur Lern- und Lebensort für Kinder und Jugendliche sei, sondern zunehmend auch soziale und ökologische Funktionen für den jeweiligen Stadtteil übernehme: „Die Gebäude öffnen sich zunehmend für außerschulische Zwecke, die Außenflächengestaltung trägt zur Lebensqualität im Stadtteil bei.“