Rechte Gewalt vor Gericht

Wuppertal · Wegen eines gefährlichen Prügelangriffs an der Hauptstraße in Cronenberg im Juni vor zwei Jahren beginnt am 27. Januar 2016 vor dem Amtsgericht der Prozess gegen zwei mutmaßlich aus der rechten Wuppertaler Szene kommende Angeklagte.

 Das Wuppertaler Amtsgericht.

Das Wuppertaler Amtsgericht.

Foto: Atamari / Wikipedia

Als Zeuge geladen: Ein als rechtsextrem bekannter Wuppertaler (43), der sich derzeit auch vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts mit zwei jüngeren Mitangeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung bei einer Messerattacke am Autonomen Zentrum (AZ) verantworten muss. Laut anderer Zeugen könnte er der Anführer bei der Tat am AZ gewesen sein, die im Zusammenhang mit den Aktivitäten von "Hooligans gegen Salafismus" (Hogesa) stehen soll. Der 43-Jährige soll zuletzt Mitte November, während die Verhandlung gegen ihn schon lief, ein Foto seiner damals mit einem Hakenkreuz tätowierten Brust im Internet verbreitet und damit ein weiteres Strafverfahren gegen sich ausgelöst haben.

Im Hinblick auf das Cronenberger Geschehen wirft die Staatsanwaltschaft zwei Brüdern vor, gemeinsam vor einer Gaststätte auf einen Dritten eingeschlagen und ihn getreten zu haben. Einer der beiden soll dabei sogar nochmals angegriffen haben, nachdem ihn ein Umstehender zunächst weggezogen hatte. Das Opfer erlitt Prellungen und Schürfwunden.