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Klimaschutz in Wuppertal: Geld fürs Apfelbäumchen

Klimaschutz : Geld fürs Apfelbäumchen

Wer jetzt seinen Garten mit einem oder mehreren Apfelbäumchen verschönern möchte, bekommt von der Stadt Wuppertal Geld dazu.

Der Grund: Apfelbäume liefern nicht nur gesundes und vitaminreiches Obst, sind schöne Frühlingsblüher und Lebensraum für Bienen und Insekten. Sie sind aber vor allem auch gut für den Klimaschutz. Sie entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid, reinigen die Luft, spenden Schatten und verbessern das Stadtklima. Sie spielen damit beim Klimaschutz und der Klimafolgenanpassung eine wichtige Rolle.

Deshalb unterstützt die Stadt mit ihrem Programm „Apfelbäume für den Klimaschutz“ den Kauf eines Apfelbaums, indem sie die Hälfte der Kosten bis maximal 100 Euro pro Baum übernimmt. Pro Haushalt werden fünf Bäumchen bezuschusst.

Die Apfelbaum-Aktion ist 2020 als Teil des Ende 2019 vom Ausschuss für Umwelt und dem Rat der Stadt Wuppertal beschlossenen 14-Punkte-Pakets für mehr Klimaschutz gestartet. Die Fördermittel in Höhe von 10.000 Euro werden von der Stadt Wuppertal über einen kommunalen Klimafonds bereitgestellt.

Im Rahmen der Umsetzung des integrierten Wuppertaler Klimaschutzkonzepts durch fünf neue Klimamanager wird die weitere Entwicklung des Klimafonds neben anderen Maßnahmen in ein umfangreiches Handlungsprogramm eingebettet: Dazu gehören die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden, Beratungsangebote zur energetischen Sanierung, eine effizienten Wärmeversorgung, Projekte für einen klimafreundlichen Schulweg und vieles mehr.

  • Plakat auf einem Wuppertaler Schwebebahnhof.
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Wer einen Klimaschutz-Beitrag mit den gesponsorten Apfelbäumen leisten möchte, kann sich bei der Stadt online auf der Webseite der Koordinierungsstelle Klimaschutz informieren und ein Antragsformular ausfüllen.

Bei der Auswahl der richtigen Apfelsorte für den eigenen Garten spielen die Bodenbeschaffenheit, die Lage des Gartens und der Standort (zum Beispiel halbschattig oder sonnig) eine Rolle. Die Stadt rät deshalb dazu, sich bei der Sortenwahl in einer Gärtnerei oder Baumschule fachlich beraten zu lassen.

Das passende Apfelbäumchen wird sich sicher finden lassen: Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Deutschland rund 1.600 bis 2.000 Apfelsorten angebaut werden, wovon aber nur ein geringer Teil in den kommerziellen Vertrieb geht. Im Rahmen des Förderprogramms empfiehlt die Stadt, auf alte heimische Sorten zurückzugreifen und damit gleichermaßen einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt heimischer Sortenvielfalt zu leisten.