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Fünfter Jugendhilfetag in Wuppertal

Bergische Uni : Fünfter Jugendhilfetag in Wuppertal

Was Kinder- und Jugendhilfe unter den heutigen Bedingungen leisten kann, ist Thema beim 5. Jugendhilfetag am 13. Februar 2020. Veranstaltungsort ist das Hörsaalgebäude K auf dem Campus Grifflenberg.

Alle Kinder und Jugendlichen haben das gleiche Recht auf gesellschaftliche Teilhabe, Existenzsicherung und eine bestmögliche Entwicklung. Um dieses Recht für sie alle auch zu realisieren, braucht es eine Kinder- und Jugendhilfe, die eine Anlaufstelle für junge Menschen und ihre Familien ist und diese fördert, unterstützt und schützt.

„Aufwachsen heute bedeutet für junge Menschen in der Regel eine Vielfalt an Möglichkeiten. Zugleich verbindet sich damit aber auch die Aufforderung zur permanenten Selbstoptimierung sowie die Tatsache zunehmender gesellschaftlicher Ungleichheit“, erläutert Prof. Dr. Gertrud Oelerich, Erziehungswissenschaftlerin an der Bergischen Universität mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe. Die Kinder- und Jugendhilfe habe vor diesem Hintergrund das Recht aller Kinder und Jugendlichen auf gesellschaftliche Teilhabe umzusetzen und eine bestmögliche Entwicklung aller jungen Menschen sicherzustellen. „Zugleich steht sie selbst unter Druck, weil sie nicht selten getrieben wird von ökonomischen (Spar-)Zwängen, strukturellen Herausforderungen und politischen wie gesellschaftlichen Zuschreibungen“, so Oelerich weiter.

Wie kann Kinder- und Jugendhilfe unter diesen Bedingungen das Potenzial ihrer Stärke entfalten? Welche Themen – beispielsweise geschlechtliche Vielfalt, Digitalisierung des Alltags oder Aufwachsen in Armut – muss die Kinder- und Jugendhilfe verstärkt angehen? Welche Strukturen braucht sie, um eine förderliche soziale Infrastruktur des Aufwachsens sicherzustellen? Diese und weitere Fragen stehen auf der Agenda des 5. Jugendhilfetags Wuppertal, einem Gemeinschaftsprojekt regionaler Träger der Jugendhilfe in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal (Arbeitseinheit Sozialpädagogik). Er richtet sich an alle Interessierten sowie Akteure aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe und der Universität und bietet die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit neuen Ideen und Konzepten sowie die Chance auf neue Kooperationen.