Bauprojekt: Döppersberg: Löwenschänder und Steineklopfer

Bauprojekt : Döppersberg: Löwenschänder und Steineklopfer

Der Döppersberg wird immer "fertiger" — ein paar Baustellen und einige offene Fragen gibt es aber immer noch.

Kaum aufgestellt, ist einer der beiden silbernen Löwen vor der Bundesbahndirektion auch schon beschädigt worden. Ebenso wie Teile der Natursteinmauer: Dabei war, so Döppersberg-Projektleiter Udo Lauersdorf, "enorme Kraft und entsprechendes Werkzeug nötig."

Ein anderes Ärgernis ist die undichte Stelle im Dach der neuen Bahnhofshalle: Sie kann erst mit Kunststoff geschlossen werden, wenn das Wetter wieder wärmer und über einen längeren Zeitraum regenfrei ist. Ebenfalls ärgerlich finden viele Reisende, dass die WC-Anlage im Bahnhof nicht rund um die Uhr geöffnet ist.

Es kursieren Informationen über unterschiedliche Schlusszeiten: 20, 21 oder 22 Uhr. Der WC-Betreiber, die Hering Sanikonzept GmbH aus Burbach, erklärte gegenüber der Rundschau, die Anlage sei von 6 bis 22 Uhr geöffnet.

Die Toiletten gehören der Bahn — und die, so Bau-Dezernent Frank Meyer, spendiert nur Bahnhöfen von Städten mit über 400.000 Einwohnern 24 Stunden lang geöffnete WCs. SPD-Politiker Volker Dittgen informierte aber darüber, dass OB Mucke wegen der "für eine Großstadt unangemessenen" Toilettensituation Gespräche mit der Bahn führen wolle.

Apropos Bahn: Die ist für die Vermietung der Geschäfte in der Mall und für ihr eigenes Reisezentrum verantwortlich. Drei Läden stehen noch leer. Was kommt dort hinein? Lauersdorf: "Wissen wir nicht, kennen wir nicht. Und das Reisezentrum öffnet angeblich im Mai. Aber wer weiß?"

Etwas konkreter sieht der Zeitplan für ein Fußgänger-Ärgernis neben dem Köbo-Haus aus. Der dortige, nur 40 Meter lange Durchgang zwischen längst fertiger Geschäftsbrücke und längst fertigem Wupperweg hinterm Schwebebahnhof ist immer noch gesperrt. Komplizierte Vertragsverhandlungen zwischen Stadt und Köbo-Haus-Investor wegen sogenannter Verkehrssicherungspflichten & Co. bremsen die freie Bahn bisher aus.

"Irgendwann 2019", so Gesamtprojektleiter Udo Lauersdorf, werde man die Sache aber in trockenen Tüchern haben. "Auf jeden Fall vor Weihnachten" — so die Ergänzung von Rechtsamtsleiter Olaf Radtke.

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