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Siegerfoto: Der Schuss vom Parkhaus

Siegerfoto : Der Schuss vom Parkhaus

Suchen Sie mal unter 288 hochkarätigen Fotos das beste aus! Die Jury des Wuppertaler Fotopreises machte es sich auch in diesem Jahr nicht leicht. Und traf am Ende eine auf den ersten Blick überraschende Entscheidung: Eine kleine Szene auf der Großbaustelle Döppersberg, fotografiert von Olaf Joachimsmeier, hatte die Nase vorn.

"Typisch Wuppertal", befand Juror Vok Dams in seiner schriftlichen Stellungnahme: "Das Bild vereint in der Aussage die hohe Symbolkraft von Verfall und Aufbau mit einer klaren grafischen Struktur und der Dynamik der handelnden Personen, die gleichzeitig die Farbakzente setzen." In der Tat überzeugte die spezielle Herangehensweise an das Wettbewerbs-Motto "Wuppertal in Bewegung" — auf dem Weg zu einer modernen Großstadt. Dazu, so ein weiteres Statement, braucht es eben viele Beteiligte in unterschiedlichsten Funktionen. Der Fotograf hat die Großbaustelle Döppersberg auf ein winziges Detail fokussiert. Aus der Vogelperspektive werden wir Zeuge eines typischen Arbeitsablaufs. Konzentriert gehen die Tiefbauer ihrer Arbeit nach: So wie hier werden an Wuppertals größter Baustelle überall Mosaiksteine fertiggestellt, die sich bald zum großen Ganzen zusammensetzen sollen.

 Olaf Joachimsmeier, der Sieger des diesjährigen Fotopreises. Mit über zwei Metern Körpergröße hat er immer einen guten Überblick über potenziell interessante Motive
Olaf Joachimsmeier, der Sieger des diesjährigen Fotopreises. Mit über zwei Metern Körpergröße hat er immer einen guten Überblick über potenziell interessante Motive Foto: Jarych

Joachimsmeier selbst erläuterte bei der Gewinnübergabe, dass die Aufnahme durchaus spontan entstand, als er auf dem Sparkassen-Parkhaus fotografierend unter sich die Szene erblickte und ablichtete. Auch Fotografen müssen eben körperlich und gedanklich immer "in Bewegung" sein... (hw)