Der Band versammelt kontroverse Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland. Ausgangspunkt des Buches ist der russische Angriff auf die Ukraine im Februar 2022, der eine geopolitische Zäsur für Europa markierte und das lange vorherrschende sicherheitspolitische Selbstverständnis grundlegend erschütterte. Die über Jahrzehnte gewachsene Balance zwischen Abschreckung und Abrüstung geriet ins Wanken, während Krieg als reale Erfahrung nach Europa zurückkehrte.
Zugleich zeigen weitere internationale Konflikte – etwa im Nahen Osten oder die jüngsten Spannungen um geopolitische Einflusszonen und Ressourcen wie Grönland – dass Frieden nicht länger als stabile Errungenschaft gedacht werden kann, sondern erneut politisch und gesellschaftlich erkämpft werden muss.
Thematisch reicht der Band von Friedensjournalismus und medialer Kriegsberichterstattung über geopolitische Hintergründe des Ukraine-Kriegs bis hin zum Verhältnis von Freiheit und Frieden. Weitere Beiträge widmen sich der Rolle von Frauen in Friedensbewegungen, gesellschaftlichen Utopien sowie bildungstheoretischen und sozialwissenschaftlichen Zugängen zu Krieg und Frieden.
„Ziel ist es, neue Perspektiven für das Verständnis von Krieg und Frieden zu eröffnen“, so die Uni. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Verlages.