1. Gesundheit

Apotheken beraten: Rücken- und Nackenschmerzen im Homeoffice

Wuppertaler Apotheken : Hilfe bei Rücken- und Nackenschmerzen im Homeoffice

Die Apotheken in Wuppertal beraten jetzt individuell, wie man Rücken- und Nackenschmerzen, die durch das Arbeiten im Homeoffice ausgelöst werden, vermeiden kann und was im Akutfall wirksame Abhilfe schafft.

Erst kürzlich wurde die Homeoffice-Pflicht für Arbeitgeber bis Ende April verlängert. So wichtig diese Maßnahme in Corona-Zeiten ist, Homeoffice stellt insbesondere für die Wirbelsäule eine Herausforderung dar. Rücken- und Nackenschmerzen sind häufig die Folge der beruflichen Tätigkeit am ergonomisch oft nicht so optimalen Arbeitsplatz zu Hause. Seit Monaten arbeiten viele Menschen von zu Hause aus. Sehr häufig statt mit PC an einem Schreibtisch mit Laptop oder Tablet und krummen Rücken an Küchen- oder Wohnzimmertisch. „Die falsche Körperhaltung belastet ganz besonders Rücken-und Nackenmuskulatur und die Wirbelsäule“, erläutert Regine Quinke, Pressesprecherin der Apotheker in Wuppertal. „Doch dagegen kann man gezielt und aktiv etwas tun.“

Im Homeoffice arbeiten zahlreiche Menschen auf unbequemen Stühlen und an für die Büroarbeit ungeeigneten Tischen. Noch anstrengender für Rücken und Nacken ist, auf der Couch sitzend, mit Laptop oder Tablet auf dem Schoß zu arbeiten. „Am besten sitzt man bei der Arbeit vor einem Computer aufrecht auf einem bequemen und höhenverstellbaren Stuhl mit Lehne. Dabei sind die Knie beim Sitzen in einem 90-Grad-Winkel angewinkelt. Die Unterarme liegen ebenfalls im rechten Winkel bequem auf der Tischoberfläche“, rät die Apothekerin. Wer trotzdem mit einem Laptop arbeitet, hält häufig Kopf und Nacken nach unten gerichtet. Das kann sehr leicht zu Nacken- und Schulterschmerzen führen. Damit der Bildschirm auf die erforderliche Augenhöhe gebracht wird, kann der Laptop einfach aufgebockt werden. Notfalls mit einem Stapel Bücher oder einem Karton. Eine ergonomische Maus und eine externe Tastatur sollten in jedem Fall genutzt werden. Denn wer auf der schmalen Laptop-Tastatur tippt und das Touchpad benutzt, hält die Arme enger zusammen und rollt dabei den Rücken ein. Liegen die Arme jedoch neben dem Oberkörper auf Tastatur und Maus, ist die Haltung aufrechter und der Rücken wird nicht so stark belastet.

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Auch in der richtigen Sitzposition und bei einer guten Ausrüstung kann es zu Rückenschmerzen kommen. Schuld ist dann häufig der Bewegungsmangel. Durch die Arbeit im Homeoffice entfällt der Weg zum Arbeitsplatz. Außerdem sind Fitnessstudios geschlossen, Turnhallen dicht und Yogakurse fallen aus. Wird der Rücken nicht mehr trainiert, können sich schnell Schmerzen einstellen. Quinke rät daher: „Legen Sie mindestens einmal pro Stunde eine kurze Bewegungspause ein. Position ändern, sich kurz lockern und regelmäßig einige Dehnübungen machen, kann zusätzlich sehr hilfreich sein.“ Zudem ist es ratsam, bei möglichst vielen Telefonaten bewusst umher zu laufen, statt einfach sitzen zu bleiben. Auch ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause tut gut.

Treten Rücken- und Nackenschmerzen im Homeoffice auf, nimmt man unbewusst automatisch eine Schonhaltung ein. Laut Experten ist das allerdings genau der falsche Weg. Durch Schonhaltung und wenig Bewegung verstärken sich nämlich Verspannungen oft noch zusätzlich. Deshalb ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben. Die Apotheken in Wuppertal beraten fachkundig zu den möglichen Ursachen der Schmerzen und geben Tipps, um durch einfache Verhaltensänderungen Linderung zu verschaffen. Wenn notwendig, empfiehlt das Apothekenteam auch das passende Arzneimittel.

Bei leichten Beschwerden verschaffen Einreibungen Linderung. Latschenkiefern-, Eukalyptus-, Rosmarin- oder Pfefferminzöl helfen, die Muskeln zu entspannen. Bei mittleren bis starken Beschwerden können Tabletten mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen den Schmerz lindern. „Wichtig ist in diesen Fällen die individuelle Beratung der Betroffenen hinsichtlich der richtigen Dosierung, der Dauer der Anwendung und möglicher Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die der Patient einnimmt“, erläutert Regine Quinke.

Bei nichtspezifischem Kreuzschmerz oder Verspannungen im Nackenbereich hilft auch Wärme, um die Muskeln zu entspannen. Hier stehen Wärmekissen, die in Ruheposition aufgelegt werden oder Wärmeauflagen, die selbst Wärme produzieren und direkt auf der Haut fixiert werden, zur Verfügung. Jederzeit wirksam sind auch Wärmepflaster und Wärmesalben.