Heavy Metal im Live Club Barmen Schwere Riffs und alte Freunde

Wuppertal · Im LCB wird es am 27. Februar 2026 (Freitag) wieder laut. Mit „Axe Victims“ und „Pirates In Black“ stehen gleich zwei Wuppertaler Heavy-Metal-Bands auf der Bühne, die weniger auf Konkurrenz setzen als auf Zusammenhalt.

Die „Pirates in Black“.

Foto: Accu Becher

„Die Wuppertaler Rockszene ist gut vernetzt. Wir kennen uns, treffen uns auf Konzerten und helfen uns auch mal gegenseitig aus“, sagt „Axe Victims“-Gitarrist Roland Hag. Gemeinsame Gigs seien deshalb etwas Besonderes, „weil man den Abend mit Freunden verbringt. Und das macht einfach Spaß.“

Auch „Pirates“-Captain Falo Faltu sieht das entspannt: „Aus dem Alter, in dem man sich gegenseitig etwas neidet, sind wir raus. Keiner von uns will noch Rockstar werden. Wir wollen spielen, reisen, Spaß haben – und das geht gemeinsam einfach besser.“

Die „Axe Victims“.

Foto: Britt Byrnes

Während die „Pirates In Black“ seit 2017 unterwegs sind und mit ihrem Album „Money Slaves“ (2023) modernen Heavy Rock liefern, blicken die „Axe Victims“ auf eine längere Geschichte zurück. Anfang der 1980er gehörten sie zu den aufstrebenden Heavy-Metal-Bands in Deutschland. Doch nach Streitigkeiten mit der Plattenfirma wurde das zweite Album nie veröffentlicht – bis jetzt. „Die Aufnahmen lagen über 40 Jahre in unserer Schublade“, erzählt Hag. „Unter dem Titel ,Hypnotized‘ wurden sie nun veröffentlicht, digitalisiert und neu gemastert.“ Musikalisch bleibe man dem klassischen Hardrock der 80er treu, arbeite aber parallel an neuen, deutlich moderneren Songs.

Auch bei den „Pirates“ gibt es Neues zu hören: Zwei bislang unveröffentlichte Songs haben sie im Gepäck. Besonders persönlich ist „Tell Me No Lies“, eine Hommage an Ozzy Osbourne. „Ozzy war eines meiner wichtigsten Vorbilder“, sagt Faltu. „Ähnlich wie Lemmy Kilmister, über den wir ebenfalls einen Song haben.“

Der Bandname „Pirates In Black“ ist dabei vielmehr Haltung als Genre-Versprechen: „Wir machen keinen Pirate Metal“, betont Faltu. „Unsere Songs handeln von dem, was uns bewegt, ob Investmentbanking, Seefahrt oder Sex auf dem Rücksitz eines Sportwagens. Hauptsache, es knallt und gefällt uns. Piraten sind frei und unabhängig!“