In Vorträgen und begleitenden Besichtigungen wird das Wahrzeichen aus unterschiedlichen historischen, technischen und gesellschaftlichen Perspektiven beleuchtet.
Die Reihe startet am 18. März 2026 im Engels-Forum des MI-Besucherzentrums (Engelsstraße 10) mit dem Vortrag „Die Wuppertaler Schwebebahn in Afrika?“ von Nina Kleinöder. Der Abend widmet sich einem bislang wenig bekannten Kapitel der Geschichte: den kolonialen Ambitionen rund um das „System Langen“ und den Überlegungen, die Schwebebahn in Deutsch-Ostafrika zu realisieren. (Bilder)
Auftakt zum Schwebebahn-Jubiläum
Im April, Mai und Juni folgen im WUMILA (Öhder Straße 19a) drei technisch ausgerichtete Vorträge: „Der Fortschritt – Fahrzeuge der Generation 2014“ (15. April) stellt die jüngste Fahrzeuggeneration und ihre Innovationen vor. „Das Rückgrat – Die Tragkonstruktion“ (20. Mai) rückt die einzigartige Stahlkonstruktion als technisches Herzstück der Bahn in den Mittelpunkt. „Die Vorgänger – Entwicklung der Fahrzeuge“ (17. Juni) zeichnet die Entwicklung der Schwebebahnwagen von den Anfängen bis zur Gegenwart nach.
Im Anschluss besteht jeweils die Möglichkeit zur Besichtigung des historischen GTW 72/1 mit fachlicher Erläuterung sowie zur Besichtigung von Modellen und einer umfassenden Ausstellung zum Thema Schwebebahn.
Den Abschluss bildet am 15. Juli 2026 im Engels-Forum der Vortrag „Durch das Tal – Verkehrsgeschichte Wuppertals“ von Anna-Lena Geisel. Er ordnet die Schwebebahn in die breitere Verkehrs- und Stadtentwicklungsgeschichte der Bandstadt ein und zeigt, wie eng Mobilität, Industrialisierung und Urbanisierung miteinander verflochten sind.
Mit dieser Reihe würdigen die Veranstalter die Schwebebahn nicht nur als technisches Denkmal, sondern als lebendiges Symbol für Innovationskraft, Identität und Wandel. Die Veranstaltungen im MI-Besucherzentrum sind kostenfrei, die Termine im WUMILA kosten sieben Euro pro Person.