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Haus der Jugend Barmen zeigt "Jenseits des Echos"

Haus der Jugend Barmen : „Jenseits des Echos“ – ein ukrainisches Tagebuch

Im März 2022 bekam das Westfälische Landestheater (WLT) ein Flucht-Tagebuch der Ukrainerin Olesia Iavorska, die mit ihren zwei Kindern gerade ihr Land verlassen hatte. Kurzfristig entschlossen sich das WLT und Dramaturg Christian Scholze, es als Zwei-Personen-Stück zu bearbeiten und zu inszenieren. Zu sehen ist „Jenseits des Echos“ für Wuppertaler Oberstufen am 30. Januar 2023 ab 10 Uhr im Haus der Jugend Barmen.

Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, liegt im Nordosten des Landes nur knapp 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. In der Nähe lebt Olesia Iavorska mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern, die drei und acht Jahre alt sind. Als der Krieg ausbricht, bleibt die Familie zunächst dort.

„Am ersten Tag glaubte ich noch an ein Missverständnis. Ein Albtraum, aus dem wir morgens erwachen. Am zweiten Tag dachte ich schon, dass sie uns töten werden. Es war schlimm, in der Mitte der Ereignisse zu sein, ohne zu wissen, was passiert oder wer kommt. Man wird bombardiert und erfährt nichts“, berichtet Olesia Iavorska über den Kriegsbeginn.

Nach zehn Tagen ist die Lebensgefahr so groß, dass sie mit ihren Kindern quer durchs Land flieht. Ihren Mann muss sie zurücklassen. Die Kriegstage in Charkiw und die Tage der Flucht hat Olesia Iavorska in ihrem Tagebuch dokumentiert. Offizielle Nachrichten, Aufenthalte im Schutzkeller, angstvolles Lauschen auf Bomben, Sorge um die Kinder, das Gefühl von Hilflosigkeit, Chatverläufe mit Freunden in der Ukraine und in Russland, Erlebnisse mit anderen Menschen – ihre Erfahrungen und Gedanken verdichtet Olesia Iavorska zu berührenden Texten, die auf der Bühne zu einer Mischung aus szenischer Lesung und Dokumentartheater werden.

  • Hagen Rether.
    Am 19. März in Wuppertal : Hagen Rether und seine aktuelle „Liebe“
  • WR Warntafeln am Schreckhornhüttenweg im Berner
    Vortrag in Wuppertaler „börse“ : Gletscherschmelzen und bröckelnde Berge
  • Werner Dickel.
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„Ich freue mich über die Möglichkeit, dieses Theaterstück zu realisieren. Bei Nachrichten, die man im Fernsehen verfolgt, ist immer ein Bildschirm dazwischen, der eine Distanz zu den Bildern erzeugt. Das Theater bietet immer eine unmittelbare Nähe“, so Olesia Iavorska beim Probenstart, bei dem die Ukrainerin über ihre Erlebnisse sprach.

Sie sagt: „Charkiw ist eine russischsprachige Stadt, nun will aber keiner mehr dort Russisch sprechen. Ich denke, dass Putin erwartet hat, dass wir ihn willkommen heißen, aber das Gegenteil ist der Fall. Der Krieg hat die Ukrainer noch näher zusammengebracht. Am ersten Tag des Krieges war die Schlange zum Blutspenden länger als vor den Lebensmittelgeschäften.“

Olesia Iavorska wurde in Dresden geboren, verbrachte ihre Kindheit dort und in Russland. Sie machte zuerst eine Ausbildung als Übersetzerin und Deutschlehrerin, studierte dann Medien und Kommunikation in Deutschland (als DAAD-Studentin) und in der Ukraine. Zurzeit ist sie als Methodikerin und Narrative Game Designerin bei einem ukrainischen IT-Unternehmen tätig, für das sie unter anderem Entwicklungsspiele für Kinder kreiert. Zusätzlich gibt sie seit ihrer Ankunft in Deutschland Sprachkurse für die ukrainischen Flüchtlinge.