1. Springmann-Prozess

Wupper: Fluss auf sehr gutem Weg

Wupper : Fluss auf sehr gutem Weg

Rund 160 Fachleute und Akteure aus der Wasserwirtschaft waren Anfang des Monats in Wuppertal: Es ging um die EU-Wasserrahmenrichtlinie und die Entwicklung der Wupper.

"Für den Lebensraum Fluss haben wir in unserem Gebiet schon viel erreicht", so das Fazit von Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes. "Schon 27 Prozent der Wupper beziehungsweise ihrer Nebenbäche sind in dem von der Richtlinie geforderten guten Zustand. Das ist ein großer Schritt für den einst biologisch toten Abwasserfluss und bedeutet mehr Natürlichkeit und auch mehr Artenvielfalt." Damit liegt das Wuppergebiet deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit etwa acht Prozent Gewässern in gutem Zustand.
Mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die schon 2000 in Kraft trat, hatten sich die Anforderungen an einen Fluss, einen "guten Zustand" zu erreichen, erweitert. Früher ging es vor allem um die Sauberkeit — seither auch um die Beschaffenheit von Flusslauf, Ufer und Aue, die Durchgängigkeit sowie das Vorkommen von Fischen, Kleinlebewesen, Pflanzen und Algen.

Um die Anforderungen der Richtlinie umzusetzen, hatte der Wupperverband von 2008 bis 2018 ein erstes Acht-Millionen-Euro-Programm aufgelegt. Von 2018 bis 2030 ist ein weiteres Maßnahmenpaket mit 14 Millionen Euro geplant.