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WfW: Momentan kein Geld für Tanzzentrum in Wuppertal vorhanden

Kultur : WfW: Momentan kein Geld für Tanzzentrum vorhanden

Die Ratsfraktion der Wählergemeinschaft für Wuppertal / Freie Wähler spricht sich dafür aus, die Planungen für das Tanzzentrum Pina Bausch „auf unbestimmte Zeit“ auf Eis zu legen. Da durch die Corona-Pandemie laut einem Kurzgutachten „Einnahmeverluste in dreistelliger Millionenhöhe“ auf die Stadt zukämen, könne Wuppertal sich das nicht leisten.

Schon jetzt benötigten die Wuppertaler Bühnen eine Soforthilfe in Höhe von 3,6 Millionen Euro. Andere städtische Beteiligungen und Eigenbetriebe würden folgen. OB-Kandidat Henrik Dahlmann: „Die Stadt Wuppertal wird ihre Ausgaben zwangsläufig herunterfahren müssen. Schon jetzt hat der Kämmerer angeordnet, Teile der freiwilligen Leistungen nicht mehr auszuzahlen. Wie passt dies mit der Ankündigung zusammen, beispielsweise die Planungen für das Pina-Bausch-Zentrum weiterlaufen zu lassen? Man verplant etliche Millionen Steuergelder, die man gerade einfach nicht hat!“

Die Stadt wolle trotzdem „weiterhin große Millionensummen in die Planungen für die Bundesgartenschau und das Pina-Bausch-Zentrum investieren“. Außerdem seien trotz der Haushaltslöcher einige Grundstückskäufe geplant. Dahlmann: „Wuppertal muss in der Realität ankommen und aufhören, falsche Prioritäten zu setzen! Im Moment kann die Stadt sich weder eine Bundesgartenschau noch ein Pina-Bausch-Zentrum leisten. Deshalb haben die Freien Wähler einen Dringlichkeitsantrag für die kommende Ratssitzung gestellt, der solch unnötigen Ausgaben erst einmal für drei Monate einen Riegel vorschieben soll. Dann ist es vielleicht in Ansätzen möglich, die finanziellen Auswirkungen der aktuellen Krise zu beziffern.“

Man habe schon vor der Krise Zweifel angemeldet, „ob die geplanten Großprojekte für eine Stadt mit fast zwei Milliarden Euro Schulden finanzierbar sind, während Schulen unter einem hohen Sanierungsstau leiden und die Infrastruktur zerfällt“. Die WfW hält nach eigenen Angaben ein Pina-Bausch-Zentrum „grundsätzlich für wünschenswert, aber aktuell für schlicht nicht finanzierbar“.