Bergische Uni: Philosophie-Studierende aus aller Welt

Bergische Uni : Philosophie-Studierende aus aller Welt

Im Rahmen des internationalen Erasmus-Mundus-Masterstudiengangs "Deutsche und Französische Philosophie in Europa" waren vergangene Woche rund 50 Philosophiestudierende aus Frankreich, Belgien, Portugal, Tschechien, Norwegen, Großbritannien, den USA, Kanada, Brasilien, Mexiko, Uruguay, Peru, Argentinien, dem Iran, Usbekistan, Marokko und Japan zu Gast an der Bergischen Universität.

Zum zehnjährigen Jubiläum des Studiengangs "Europhilosophie" trafen sich Studierende und Referenten am Freitag zu einem großen philosophischen Dialog im Hörsaalzentrum K auf dem Campus Grifflenberg.

Im Rahmen von Vorträgen, Werkstätten, Buchpräsentationen und Filmen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Ideen und Forschungsperspektiven, um den Problemen der zeitgenössischen Welt mit vielfältigen philosophischen Haltungen und Formen zu begegnen.

Seit 2006 ist die Bergische Universität auf Initiative des 2014 verstorbenen Wuppertaler Philosophen Prof. László Tengelyi an dem Erasmus-Mundus-Masterstudiengang beteiligt, der durch die Universität Toulouse organisiert wird. Die Schwerpunkte des Studiengangs "Deutsche und Französische Philosophie in Europa" liegen auf der klassischen deutschen Philosophie (von Kant und dem deutschen Idealismus bis Marx, Schopenhauer und Nietzsche), auf der französischen Philosophie (von Maine de Biran bis Bergson, Foucault und Deleuze) sowie auf der deutschen und französischen Phänomenologie.

Die Studierenden verbringen die beiden Jahre des Studiengangs, für den sie sich durch eine Aufnahmeprüfung qualifiziert haben, an drei verschiedenen Universitäten. Bei erfolgreichem Studienabschluss erhalten die Studierenden einen gemeinsamen Master-Abschlussgrad der drei besuchten Hochschulen.

Neben Wuppertal wirken an diesem Studiengang fünf weitere Universitäten aus der Europäischen Union (Toulouse/Frankreich, Louvain-la-Neuve/Belgien, Bonn, Coimbra/Portugal, Prag/Tschechien) und drei außereuropäische Hochschulen (Memphis/USA, Sao Carlos/Brasilien, Tokio/Japan) mit. Ein Großteil der Absolventen schlägt eine akademische Karriere ein. Einige Alumni sind im wirtschaftlichen und sozialen Sektor angestellt.

Ziel von Erasmus Mundus ist die Verflechtung zwischen Hochschulen aus der Europäischen Union und aus Drittländern. Unter anderem werden gemeinsame europäische Master-Studiengänge, Graduierte und Gastlehrende aus Drittstaaten mit Vollstipendien sowie Graduierte und Gastlehrende aus EU-Ländern gefördert.

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