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Weitere zwei Kilometer für das "Wuppertaler Wahrzeichen II": Nordbahntrasse: Förderzusage für Verlängerung nach Osten

Weitere zwei Kilometer für das "Wuppertaler Wahrzeichen II" : Nordbahntrasse: Förderzusage für Verlängerung nach Osten

Die erste Hürde ist genommen: Der Antrag auf Förderung der Verlängerung der Nordbahntrasse Richtung Langerfeld wurde im Bundeswettbewerb "Klimaschutz im Radverkehr" positiv beschieden. Es kann losgehen — oder?

Die erste Hürde ist genommen: Der Antrag auf Förderung der Verlängerung der Nordbahntrasse Richtung Langerfeld wurde im Bundeswettbewerb "Klimaschutz im Radverkehr" positiv beschieden. Es kann losgehen — oder?

Die Wuppertalbewegung hatte den Antrag zur Umwandlung der ehemaligen Bahnstrecke namens "Schwarzbachtrasse" zum Rad-, Fuß- und Inlineskaterweg im Frühjahr eingereicht. Jetzt kam die positive Nachricht. "Wir wurden aus 183 Projekten ausgewählt", freut sich Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertalbewegung.

Die muss nun bis Ende September einen umfassenden Förderantrag einreichen. Der sei aber, so Gerhardt, eher Formsache. Komme dann die endgültige Bewilligung, könne es theoretisch sofort losgehen. Geht es nach ihm, dann kann die 1,9 Kilometer lange Strecke zwischen dem Bergischen Plateau und der Grundstraße in Langerfeld in rund sechs Monaten fertig gestellt werden. Kosten: 2,5 Millionen Euro.

Voraussetzung: Die Wuppertalbewegung baut diesen Abschnitt komplett in Eigenregie — so wie im Antrag bereits skizziert. Denn: "Die städtischen Kapazitäten sind ja bis 2018 am Döppersberg gebunden", sagt Gerhardt. Daher hofft er, gemeinsam mit der Stadt und Oberbürgermeister Andreas Mucke Lösungen zu finden, wie man die Verlängerung der Nordbahntrasse zügig und so umsetzen kann, dass alle Beteiligten zufrieden sind.

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Doch die Positionen von Stadt und Wuppertalbewegung waren bisher oft denkbar weit auseinander, wenn es darum ging, welche Standards an Brücken, Tunnel und Wege anzulegen seien. Was für Carsten Gerhardt sorgfältig und sicher war, stieß bei der Stadt regelmäßig auf Kritik und Widerspruch. Ein Kräftemessen, das das Verhältnis beider Parteien bis heute prägt. "Wir wollen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen", betont Gerhardt. Daher wollen beide Seiten ihre Erfahrungen in Sachen Nordbahntrasse nun in das neue Projekt einbringen und sich zeitnah auf Baustandards und operative Umsetzung einigen.

Da die Stadt nicht den Eigenanteil stellen kann, muss dieser wie bei der Nordbahntrasse durch die Wuppertalbewegung, Sponsoren und über die Beteiligung des Zweiten Arbeitsmarktes aufgebracht werden.

Sollte es tatsächlich gelingen, dass sich Stadt und Wuppertalbewegung am Runden Tisch auf ein gemeinsames Vorgehen einigen, wäre dies ein wichtiger Schritt, das Projekt "Schwarzbachtrasse" auf solide Füße zu stellen.