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Filmpremiere in Wuppertal: „Aufstehen“ zum Thema Jugendarmut

Premiere am Mittwoch : Filmprojekt „Aufstehen“ zum Thema Jugendarmut

Das Thema Armut hat in Wuppertal eine besondere Relevanz. Auch und gerade bei jungen Menschen. Am Mittwoch (1. September 2021) zeigt das Medienprojekt Wuppertal um 19:30 Uhr in der Filmpremiere „Aufstehen“ sieben Kurzfilme von jungen Wuppertalerinnen und Wuppertalern zum Thema Jugendarmut im Open-air-Kino „Dach der Stadt Open Air“ an der Nordbahntrasse (Nähe Mirker Bahnhof).

Nach der Filmpräsentation gibt es eine Publikumsdiskussion mit den Mitwirkenden. Der Eintritt ist frei, Kartenreservierungen sind unter www.medienprojekt-wuppertal.de möglich.

Die Filmreihe zeigt die Lebenserfahrungen und Lebensbedingungen von vielfältig von Armut betroffenen jungen Menschen. Sie erzählen, wie ihr Alltag mit eingeschränkten Möglichkeiten aussieht, was Armut für sie bedeutet, welche Auswirkungen Armut auf sie hat und welche individuellen und gesellschaftlichen Auswege es gibt. Welche Armutsursachen nehmen sie wahr, welche Perspektiven sehen sie für sich, welchen Einfluss hat Armut auf das Leben der Jugendlichen? Welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten gibt es in Bezug auf die kulturelle Herkunft und das Geschlecht der Jugendlichen? Wie ist der eigene Umgang der Jugendlichen mit Stigmatisierungen und Vorurteilen, wie wird Armut individuell oder gesellschaftlich versteckt, weil es ihnen peinlich ist?

Ziele der produzierten Filme für die Zuschauerinnen und Zuschauensind das Erkennen und Sichtbarmachen von Jugendarmut und ihrer Folgen für die Betroffenen, die Reflexion von eigenen Ängsten und Stigmatisierungserfahrungen sowie die Stärkung von Empathie und Solidarität unter Jugendlichen mit unterschiedlichen sozialen Herkünften.

  • Oalf Reitz und Caroline Keufen.
    Wuppertaler Kultursommer : An der Trasse und in der Mirke
  • Ein Blick auf Wuppertal.
    Aktionstage Nachhaltigkeit : Wuppertal ist eine von sechs ausgewählten Modellkommunen
  • Die Bergische Universität Wuppertal ist mit
    TopicMaps : Klimaorte in Wuppertal online

Die Filme:

Für Mama einen Benz: Junge Menschen erzählen davon, wie sie mit Geldsorgen umgehen und welchen Stellenwert Geld in ihrem Leben einnimmt.

Warum bin ich Hartz IV? Janick wurde vor 15 Jahren geboren im selben Jahr, als auch das Arbeitslosengeld II eingeführt wurde. Vor dem Hintergrund seiner Armutserfahrungen fällt er ein klares Urteil: “Hartz IV ist ätzend”. Auf einfühlsame Weise beschreibt er seine Situation, seine Sorgen und Autoaggressionen.

Raus aus der Armut: Sascha und Chris, beide 21, beschreiben ihre Armutserfahrungen – ein Wechselspiel zwischen Geld, Fürsorge und sozial-kultureller Armut. Viele Jahre haben sie sich dafür geschämt, eingesteckt und ihre Familien geschützt. Für ihren Weg aus der Armut haben sie gekämpft. Chris musste dafür aus seinem gewalttätigen Zuhause abhauen. Sascha hat mit Unterstützung von engagierten Lehrern den Sprung an die Uni geschafft. Beide fordern die Gesellschaft dazu auf, dass das Leben der Kinder nicht vom Einkommen der Eltern abhängig sein sollte.

Chancengleichheit: Kai und Selin sprechen über die Vor- und Nachteile während der Schule und im Studium arbeiten gehen zu müssen. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern die persönliche Entwicklung und Kreativität von jungen Menschen bei finanziellen Schwierigkeiten benachteiligt sind.

Corona on top: Mit Armut und ihren Nebenwirkungen kennen sich einige Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der Gesamtschule Else Lasker-Schüler aus. Nun hat sie der Corona-bedingte digitale Unterricht vor weitere Herausforderungen gestellt.

Aufgefangen, Eingefangen: Mirko, Thor, Maurice und Marvin leben in einer Wohneinrichtung für Jugendliche und blicken auf die Erfahrungen ihrer Kindheit und frühen Jugend zurück. Wie hat sich die Armut ihrer Eltern auf ihr heutiges Leben ausgewirkt?

Bilder, die du nicht vergisst: Die beiden Freundinnen Gardinia und Pelin, deren Familien aus Syrien und der Türkei eingewandert sind, erzählen von ihren persönlichen Erlebnissen mit dem Gefühl, arm und benachteiligt zu sein und was das mit ihnen und ihrem Blick auf das Leben gemacht hat.