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Wuppertal Rundschau: Sommer-Radtouren - Teil 1

Sommer-Radtouren der Rundschau : Teil 1: Über die Kohlentrassen zum Elbschetal

Tritt für Tritt das Bergische Land erkunden – in unserer neuen Rundschau-Serie „Mit dem Rad durch die Region“ stellen wir Ihnen in Zusammenarbeit mit dem ADFC die schönsten Fahrradtouren durch Wuppertal und die Umgebung vor. Den Auftakt macht eine Runde auf den Kohlebahnen.

Diese Tour führt uns auf ehemaligen Bahntrassen durch ein Gebiet, in dem es vergleichsweise geringe Kohlenvorräte gab. Der ursprünglich einfache Abbau und vor allem die Nachfrage des bergischen Eisen- und Textilgewerbes nach Steinkohle machten aber den Steinkohlenbergbau und -transport zu prägenden Wirtschaftszweigen.

Wir starten in Wuppertal-Oberbarmen auf dem Berliner Platz. An der Ampel können wir die Berliner Straße überqueren und fahren die Langobardenstraße etwa 500 Meter hoch. Am Hinweisschild Nordbahntrassen-Cafe biegen wir links ein und halten uns direkt dahinter rechts, womit wir auf der Nordbahntrasse Richtung Bahnhof Schee sind. Hinter dem Neubaugebiet Bergisches Plateau schwenkt der Radweg nach links auf die Weiherstraße und sofort rechts auf die Straße Am Dieck. Auf dem Bürgersteig rechts müssen wir jetzt 600 Meter neben dem Autoverkehr fahren, weil das Gelände der Trasse schon bebaut war, als die Wuppertalbewegung den Bau der Nordbahntrasse durchsetzte. Kurz vor der Nächstebrecker Straße geht es an einer aufgehängten Fahrradskulptur rechts ab zur Zufahrt Bramdelle.

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Der Einschnitt Bramdelle führt durch Gesteine des Massenkalks, der vor zirka 370 Millionen Jahren durch Ablagerung von Korallen, Schnecken und Muscheln in einem flachen tropischen Meer entstand. Später kommen wir durch den Tunnel Schee zum ESS-Bahnhof Schee. Dort haben wir Gelegenheit für einen Imbiss und einen schönen Ausblick in die Elfringhauser Schweiz.

Hinterm Bahnhof Schee fahren wir auf den Radweg rechts und folgen dem Wegweiser rechts nach Gevelsberg / Haßlinghausen. Nach Überquerung der sehr unübersichtlichen Quellenburgstraße wird die Trasse weitergeführt Richtung Witten.

Auf der linken Seite steht später ein Hinweisschild über Kohlenflöze im Halloh. Hier entdeckten die grundbesitzenden Bauern vor mehreren hundert Jahren auf ihrem Land als schwarze Streifen erscheinende Flöze. Sie bauten mit ihren Familien und Nachbarn als "Gewerken" die entdeckte Kohle ab und verkauften sie.

Später verlassen wir hinter einem Pferdehof scharf links die Trasse Richtung Witten. Auf der Straße fahren wir nach rechts und folgen ihr 500 Meter, bis wir rechts Richtung Witten in die Albringhauser Straße einbiegen können. Wir folgen der Fahrrad-Beschilderung, bis es in Esborn-Albringhausen links abgeht in Am Overbeck. Hier biegen wir ein und radeln am alten Bahnhofsgebäude „Landhaus zum alten Bahnhof“ vorbei.

Die auch als Elbschetalbahn bezeichnete Bahnstrecke Schwelm-Witten verläuft auf langer Strecke parallel zum Bach Elbsche. Von 2002-2008 wurde auf der Trasse der Bahnstrecke ein attraktiver Rad- und Wanderweg ausgebaut, der dem Fluss über fast den gesamten Verlauf folgt. Nach der Auffahrt zur Trasse der Elbschetalbahn, die 1979 stillgelegt und 2017 für den Radverkehr frei gegeben wurde, erreichen wir nach sieben Kilometer Witten. Unterwegs sehen wir häufiger „Kunst aus Natur“ und erleben das Elbschetalviadukt mit Blick rechts auf Wengern und links auf Elbschebach und Natur. Am Ende der Trasse fahren wir rechts durch die Unterführung und sofort links auf den Radweg neben der Uferstraße. Hier folgen wir dem Ruhrtalweg über die Nachtigallstraße.

 Das eindrucksvolle Elbschetalviadukt bietet Aiusblicke rechts auf Wengern und links auf den Elbschebach.
Das eindrucksvolle Elbschetalviadukt bietet Aiusblicke rechts auf Wengern und links auf den Elbschebach. Foto: Reinhold Weber

Wenn wir die Tour beenden und mit dem Zug zurückfahren wollen, fahren wir rechts über die Nachtigallbrücke. Am Ruhrdeich biegen wir links ab und sofort wieder rechts in die Herbeder Straße, der wir bis zur Abbiegung rechts in die Berger Straße folgen. Hier liegt der Hauptbahnhof Witten, wo wir mit dem stündlich fahrenden Zug nach Wuppertal-Oberbarmen kommen.

Wenn es mit dem Rad wieder zurückgehen soll nach Wuppertal, fahren wir geradeaus bis zur Zeche Nachtigall LWL-Industriemuseum, das als ältestes und größtes Industriemuseum in Deutschland gilt. Der Weg rechts neben den Gleisen bringt uns zur Ruhrfähre Hardenstein, mit der wir aufs rechte Ufer der Ruhr übersetzen.

Dem Ruhrtalradweg folgen wir bis Brockhausen, wo wir auf der Kosterstraße die Ruhrbrücke nutzen, um dann auf der linken Flussseite bis hinter Hattingen zu fahren. Dort biegen wir scharf links in die Isenbergstraße. An der Nierenhofer Straße fahren wir links, wechseln die Straßenseite an der Straße Wildhagen und fahren ein kurzes Stück weiter bis zum Beginn der Trasse (Hinweisschilder „Von Ruhr zur Ruhr“), die ab hier „Glück-auf-Trasse“ genannt wird. Auf dieser geht es dann stetig leicht aufwärts bis zum Bahnhof Schee und abwärts nach Wuppertal-Oberbarmen.