Wuppertaler Nordbahntrasse EM: Public Viewing für bis zu 4.000 Fans?

Wuppertal · Direkt an der Nordbahntrasse wollen die Brüder Baumeister die EM-Spiele der deutschen Elf zeigen. Und mit Thomas Klem sitzt ein Übertragungsprofi mit im Boot.

Ingo Kuckluck, Michel und Maximilian Baumieister (v.li.) wollen gegenüber des Biergartens am Bahnhof Varresbeck (li. im Hintergrund) auf diesem Firmengelände an der Trasse die Europameisterschaft zum Public-Viewing-Event machen. Thomas Klem (2.v.re.) und Patrick Hoffmann sind als Groß-Display-Profis der Firma „Innlights“ mit an Bord.

Ingo Kuckluck, Michel und Maximilian Baumieister (v.li.) wollen gegenüber des Biergartens am Bahnhof Varresbeck (li. im Hintergrund) auf diesem Firmengelände an der Trasse die Europameisterschaft zum Public-Viewing-Event machen. Thomas Klem (2.v.re.) und Patrick Hoffmann sind als Groß-Display-Profis der Firma „Innlights“ mit an Bord.

Foto: Simone Bahrmann

Public Viewing zur Fußball-EM direkt an der Nordbahntrasse? Genau das plant das Team des Varresbecker Bahnhofs um die Brüder Michel und Maximilian Baumeister. Gemeinsam mit Profi Thomas Klem, der früher schon die WM-Übertragungen im Stadion am Zoo organisierte, wollen sie auf der Fläche gegenüber des Bahnhofs die Spiele der deutschen Kicker auf Großleinwänden für bis zu 4.000 Fans zeigen. Der Eintritt wird frei sein.

„Es wird ein echtes Teamwork“, kündigt Michel Baumeister, Betreiber der Gastronomie im Bahnhof, an. Er wird gemeinsam mit Koch Ingo Kuckluck federführend für die Bewirtung des Publikums verantwortlich sein, „mit Stadionwurst und allem, was dazugehört“. Sein Bruder richtet mit seinem Gartenlandschaftsbaubetrieb das derzeit brachliegende Areal optisch her; und Klem, der mit seiner Firma Innsight große Displays vermietet, sorgt für den reibungslosen technischen Ablauf. Eine richtige Open-air-Fanmeile soll es werden. „Die Nordbahntrasse ist ein toller neuer Ort für so etwas“, sagt Klem.

Das vorgesehene Areal.

Das vorgesehene Areal.

Foto: Simone Bahrmann

Zur Vorrunde wird es eine vergrößerbare Leinwand geben. Sollte Deutschland weiterkommen, „kommen weitere dazu“, so Klem. Die Idee fürs Public Viewing sei eher spontan gekommen. „Wir wollten was zur EM direkt am Bahnhof machen“, sagt Michel Baumeister. Doch der Platz sei begrenzt gewesen. Dann sei der Blick auf das Gelände gegenüber gefallen und die Möglichkeiten dort. Mit dem Besitzer, der AGR-KAKO GmbH, sei man sich schnell einig geworden. „Wir haben die Fläche jetzt gepachtet.“ Die Gespräche mit der Stadt laufen an. Das bestätigt Ressortleiter Jochen Braun. Grundsächlich spreche erstmal nichts gegen eine solche temporäre Veranstaltung. „Aber es sind natürlich noch ein paar Dinge zu klären.“

Der „Notfallplan“ sei, so Michel Baumeister, die Übertragung dann doch in den eigentlichen Biergarten am Bahnhof zu verlegen. Er und Klem sind aber optimistisch, dass es mit der Realisierung auf dem großen Areal klappt. Mit im Boot sitzen als Unterstützer auch noch die Sparkasse und Wuppertal Marketing.

Jetzt muss natürlich noch die deutsche Nationalmannschaft mitspielen. „Das hoffen wir natürlich nicht nur als Betreiber“, erklärt Baumeister, der gerne mehr als die drei Vorrundenspiele zeigen möchte. Aktuell, räumt er ein, sehe es ja nicht ganz so gut aus, was die Elf von Julian Nagelsmann angeht. „Aber Deutschland war ja mal eine Turniermannschaft. Vielleicht kommt das wieder.“ Thomas Klem schlägt sogar forschere Töne an: „Wir werden Europameister. Wir würden das ja nicht machen, wenn wir daran nicht glauben – und der Glaube versetzt ja Berge.“

(est)