1. Lokales

Großprojekt: Döppersberg im Kostenplan

Großprojekt : Döppersberg im Kostenplan

Bei der Elbphilharmonie stiegen die Kosten von 241 Millionen auf 865 Millionen, der Umbau der Berliner Staatsoper war mit 239 Millionen veranschlagt und liegt jetzt bei 400 Millionen Euro. Wuppertals Döppersberg sollte mal 115 Millionen kosten, lag dann bei 140 Millionen, aber dabei wird's voraussichtlich auch bleiben.

Der jüngste Controllingbericht, der jetzt in der Baubegleitkommission Döppersberg vorgestellt wurde, zeichnet jedenfalls ein positives Bild — man ist voll im Plan. Selbst der eingebaute Puffer für eventuell anfallende Mehrkosten beträgt immer noch 2 Millionen Euro. Dabei steuert man mit Volldampf der Fertigstellung entgegen. "In diesem Wochen jagt eine Abnahme die nächste", fasste Projektleiter Udo Lauersdorf den Stand der Dinge zusammen.

Damit werden naturgemäß auch weitere Details sichtbar. Die Arbeiten in der Bahnhofsmall sind weitgehend abgeschlossen; im historischen Empfangsgebäude wurden die (eckigen...) Fenster eingebaut, gegenwärtig werden am Busbahnhof die ersten Dächer für die Wartezonen errichtet. Der untere Platz ist weitgehend gepflastert, auf dem oberen Platz hingegen wird aktuell nur auf der Mall das Gelände aufgefüllt, auf der Investorengeschäftspassage kann dies erst im Frühjahr erfolgen. Und ob die Bahn tatsächlich wie angekündigt im Januar mit der Entkernung ihres Gebäudes beginnt, will Lauersdorf nicht unbedingt garantieren. "In unseren regelmäßigen Telefonaten bekomme ich oft ausweichende Antworten."

Doch der Gesamtzeitplan der städtischen Maßnahmen ist gegenwärtig nicht gefährdet: "Vieles spricht dafür, dass wir wie geplant Ende 2018 fertig sind." Und das zu Kosten, die mit Sicherheit nicht im Entferntesten mit den von Unternehmer Heinz Schmersal prognostizierten 300 Millionen Euro zu tun haben werden. Geschweige denn mit anderen prominenten Beispielen ...