Baustart in der ehemaligen Bundesbahndirektion: Mit Bildern: City-Outlet-Öffnung zum Döppersberg

Baustart in der ehemaligen Bundesbahndirektion : Mit Bildern: City-Outlet-Öffnung zum Döppersberg

Die Unternehmensgruppe Clees hat am Freitag (13. Oktober 2017) weitere Details zum Planungsstand des City Outlets Wuppertals bekannt gegeben. Bei einem Rundgang anlässlich des Baustarts in der ehemaligen Bundesbahndirektion betonte Projektleiter Alexander Clees, dass die Öffnung des Outlets zur Innenstadt das wichtigste Ziel bei der jetzt weiter voran getriebenen Realisierung des Shopping-Centers sei.

"Wir empfinden uns als Teil des Döppersbergs", so Clees. Sichtbares Zeichen: Der zunächst seitlich geplante Haupteingang wird nun doch direkt auf den neuen Döppersberg hinaus führen — eine "filigrane barrierefreie Lösung" inklusive. Er soll dann 10.000 Quadratmeter Fläche in der Bundesbahndirektion erschließen, mit deren Rückbau jetzt begonnen wurde.

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Eine planerische Mammutaufgabe in dem riesigen und verschachtelten Komplex. "Die einzigartige Architektur und den Denkmalschutz mit den Ansprüchen moderner Markenpartner zu verbinden, erfordert viele Abstimmungen mit der Stadt", so Clees - wohl auch mit Blick auf die lange Zeitspanne zwischen Baugenehmigung und Baustart.

Ende 2018 soll Teil 1 des City Outlets an den Start gehen. Betreiber ist die ROS Retail Outlet Shopping, deren Geschäftsführender Gesellschafter Thomas Reichenauer die Vermietung der Ladenflächen verantwortet. Wie viel Fläche bereits vergeben ist und welche Marken einziehen werden, sagt er aktuell nicht. Die Resonanz sei aber sehr zufriedenstellend. Als branchenüblich gilt, dass ein Baustart erst erfolgt, wenn ein angemessener Vermietungsstand erreicht ist.

Das jüngst verkündete Aus für die Outlet-Pläne in Duisburg spielt den Akteuren in Wuppertal dabei in die Karten. "Natürlich ist das kein Nachteil", so Reichenauer zur Rundschau. Der Blick auf die Konkurrenz in Remscheid, wo der Branchenführer McArthur Glen am Werk ist, macht ebenfalls keine Sorgen. Die Kaufkraft im Einzugsbereich sei riesig — und es daher durchaus auch möglich, dass Unternehmen beide Standorte besetzen. Im November plant Reichenauer eine große Präsentation des Wuppertaler Objekts bei der MAPIC in Cannes, Europas führender Messe für Einzelhandelsimmobilien.

Mit Blick auf den Einzelhandel in der Stadt, der den Outlet-Plänen überwiegend kritisch gegenüber steht, unterstrich er: "Hier die gleichen Marken zu haben wie in der City, bringt den Standort nicht weiter. Man setze daher auf ein Angebot, das es in der Stadt noch nicht gibt. Das, so Kämmerer Johannes Slawig, sei auch die Erwartung der Stadt Wuppertal, die das Outlet als wichtige Ergänzung zum Leuchtturmprojekt Döppersberg sieht.

Clees hat derweil auch schon die weiteren Bauabschnitte im Visier, die das Outlet in den nächsten Jahren auf 30.000 Quadratmeter Fläche erweitern sollen. Im Fokus steht dabei die Erschließung des ehemaligen Postgebäudes am Kleeblatt, das als zweiter Outlet-Teil 15.000 Quadratmeter bieten und mit einer Geschäftsbrücke über die Eisenbahn an Teil eins angekoppelt werden soll. Die dazu erforderlichen Abstimmungen mit der Bahn laufen bereits seit geraumer Zeit, ein spezialisiertes Ingenieurbüro aus Düsseldorf treibt hier die Planungen voran.

"Bisher gibt es keine Kriterien, die wir nicht erfüllen können", so Clees. Auch über von der Bahn geplante Sperrzeiten, in denen maßgebliche Schritte des Brückenschlags erledigt werden könnten, sei man bereits in guten Gesprächen.

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