1. Kultur

Vielfarbige Erinnerung an den Illustrator Ludwig Koob

Illustration und Angewandte Kunst : Ein ganzes Buch für (und von) Ludwig Koob

Es könnte durchaus sein, dass sich mancher Wuppertaler noch an den Gebrauchsgrafiker und Illustrator Ludwig Koob erinnern kann, der 1909 in der Pfalz geboren wurde, viele Jahrzehnte in Wuppertal lebte und arbeitete – und hier 1993 starb. Koob lieferte zahlreiche Karikaturen für die örtliche Tagespresse sowie viele deutschlandweite Magazine – und schuf auch stadttypische Plakate.

Sein Sohn Ronald Koob, der heute in Wittenberge lebt, hat nun ein aufwändiges 191 Seiten starkes Buch im Format eines Kunstkataloges herausgebracht, das eine Auswahl der über 8.000 Arbeiten Ludwig Koobs bietet. Die erste Idee für dieses Buch stammt von 2016, doch das Sichten und Sortieren des überreich vorhandenen Materials haben dann doch mehr Zeit als ursprünglich geplant verschlungen.

Der Holy-Verlag, wo die Monographie erschienen ist, schreibt: „Mit der Vorlage dieser Werkschau, die nur einen kleinen Ausschnitt aus dem umfassenden Werk des Gebrauchsgrafikers und Illustrators Ludwig Koob würdigen kann, wird eine Auswahl aus seinen publizierten Arbeiten, die er zwischen 1937 – und bis zu seinem Tod 1993 – praktisch auf allen Gebieten der visuellen Kommunikation entworfen hat, vorgelegt. Wie kaum ein anderer hat Ludwig Koob den Zeitgeist seit den 1930er bis in die 1980er Jahre eingefangen.“

Ludwig Koob kam vor dem Zweiten Weltkrieg nach Wuppertal. Er lebte und arbeitete hier bis zu seinem Tod 1993. Das Bild zeigt ihn im Jahr 1987. Foto: Familienarchiv Koob

Luwig Koobs vielfach voller augenzwinkerndem Humor steckende Arbeiten wurden beispielsweise in grafischen Jahrbüchern in Großbritannien und der Schweiz sowie „Gebrauchsgrafik“, dem offiziellen Organ des Bundes Deutscher Gebrauchsgrafiker, veröffentlicht.

Sohn Ronald Koob sagt über das Buch: „Es galt – ohne Berücksichtigung einer starren chronologischen Abfolge –, Themenschwerpunkte zu setzen, charakteristische und teilweise ‚aus der Zeit geborene’ Entwürfe den zeitlosen Betrachtungen gegenüber zu stellen.“