Am 22. Februar in Oberbarmen Erst eine Andacht, dann das Aschenkreuz

Wuppertal · Die Katholische Citykirche Wuppertal macht am Aschermittwoch mit einer besonderen Aktion auf eine alte Tradition aufmerksam. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine hält am 22. Februar 2023 ab 12 am Berliner Plätzchen (Berliner Straße 173 / Ecke Langobardenstraße in Wuppertal-Oberbarmen) eine kurze Andacht und verteilt anschließend das Aschenkreuz.

Das Aschekreuz auf der Stirn.

Das Aschekreuz auf der Stirn.

Foto: Christoph Schönbach

Mit dem Aschermittwoch beginnt für Christinnen und Christen alljährlich die 40-tägige österliche Bußzeit, die der Volksmund als „Fastenzeit“ bezeichnet. In der römisch-katholischen Tradition wird die österliche Bußzeit durch zwei Fast- und Abstinenztage (Aschermittwoch und Karfreitag) gerahmt, die Zeit dazwischen dient in besonderer Weise der Vorbereitung auf das höchste Fest des Kirchenjahres, dem sogenannten „Triduum Paschale“: An drei Tagen von Gründonnerstag bis zur Osternacht werden Tod und Auferstehung Jesu Christi gefeiert, die das innere Fundament des christlichen Glaubens bilden.

Traditionell wird in den römisch-katholischen Kirchen am Aschermittwoch das Aschenkreuz ausgeteilt. Dazu wird entweder Asche auf das Haupt der Glaubenden gestreut oder die Stirne mit einem Kreuz aus Asche bezeichnet. Dazu wird der Satz gesprochen: „Bedenke Mensch, dass du Staub bis und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“

Die Asche selbst erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen. Gerade von der Vergänglichkeit her wird der wahre Wert des Lebens erst sichtbar. Jeder Mensch und jedes Menschen Leben ist einzigartig. Das Aschenkreuz zu empfangen ist daher sicher ein Zeichen persönlicher Demut aber auch der Zusage an den Wert des Lebens. Es wird von hierher zu einem Segenszeichen.