Therapie online ohne Arztbesuch möglich
Eine der größten Veränderungen ist die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Mediziner. Über Express-Dienste wie CannGo kann der Patient seinen Antrag auf eine Therapie direkt online ausfüllen und mit der Behandlung starten.
Ein erfahrener Arzt schaut sich die Angaben und Befunde des Patienten an und entscheidet dann, ob eine Therapie mit Cannabis sinnvoll ist. Falls ja, kann sich der Patient nach Ratschlägen vom Behandler sein Wunschprodukt aussuchen. Die Auswahl ist dank der Lieferung durch Apotheken groß und reicht von Sorten wie Mandarin Kush über Diesel bis hin zu Amnesia und vielen anderen.
Das klingt auf den ersten Blick nach Freizeitcannabis, doch die Strains sind geprüft und werden von lokalen Apotheken in München direkt an den Patienten verschickt. Hier stammt alles aus geprüfter EU-Qualität und nicht von dubiosen Dealern an der Ecke.
Hemmschwelle gegenüber Onlineärzten geringer
Den eigenen Arzt auf eine Cannabis-Therapie anzusprechen, fällt Patienten oft nicht leicht. Sie befürchten Stigmatisierung, weil Cannabis in der Gesellschaft bislang als Rauschmittel wahrgenommen wurde. Die diskrete Umgebung der Telemedizin macht es Betroffenen leichter, über ihre Wünsche, aber auch über Ängste und Beschwerden zu sprechen. Der Arzt kann von der Ehrlichkeit bei den Antworten ausgehen, denn Lügen hätte online keinen Sinn.
Diese Offenheit führt häufig zu einer besseren Anamnese und damit zu einer passgenaueren Behandlung. Zudem haben sich die Mediziner auf diesen Plattformen bewusst auf die Cannabinoid-Therapie spezialisiert und verfügen über einen breiten Erfahrungsschatz, den ein Allgemeinmediziner oft nicht leisten kann.
Wartezeit und Suche nach geeigneten Ärzten entfällt
Die quälende Suche nach einem geeigneten Arzt entfällt durch die Nutzung digitaler Portale komplett. In ländlichen Regionen oder kleineren Städten ist die Dichte an Medizinern mit Expertise im Bereich Medizinalcannabis weiterhin sehr gering. Anstatt monatelang auf einen Termin zu warten und weite Wege in Kauf zu nehmen, lässt sich der gesamte Prozess von der Couch aus erledigen.
Diese Zeitersparnis bedeutet für Menschen, die unter starken Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen leiden, eine enorme Entlastung. Die schnelle Bearbeitung der Anträge sorgt dafür, dass die Therapie zeitnah beginnen kann und die Patienten nicht unnötig lange auf Linderung ihrer Beschwerden warten müssen.
Kontrolle der Behandlung kann online erfolgen
Auch die kontinuierliche Kontrolle der Behandlung kann bequem online erfolgen. Über regelmäßige Feedback-Fragebögen oder Folgesprechstunden wird der Therapiefortschritt überwacht und die Dosierung bei Bedarf angepasst. Der digitale Austausch erlaubt eine engmaschige Begleitung, bei der Nebenwirkungen oder Unklarheiten sofort adressiert werden. Falls eine Sorte nicht die gewünschte Wirkung zeigt, kann der Mediziner schnell eine Alternative empfehlen und das Rezept anpassen.
Aus Patientensicht ist die Digitalisierung im medizinischen Bereich ein Zugewinn, weil mehr Ärzte zur Verfügung stehen und die Ansprechbarkeit gesichert ist.