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2. Handball-Bundesliga: 29:18 (15:10) gegen Nordhorn-Lingen
BHC demontiert einen Verfolger

2. Handball-Bundesliga: 29:18 (15:10) gegen Nordhorn-Lingen: BHC demontiert einen Verfolger
Der BHC fliegt weiter der Bundesliga entgegen. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal / Solingen. In der 2. Handball-Bundesliga ist der Bergische HC weiterhin nicht zu stoppen. Das Team von Trainer Sebastian Hinze gewann am Samstagabend (4. November 2017) auch das Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen, und zwar mit 29:18 (15:10). 2.384 Zuschauer in der Solinger Klingenhalle sahen den elften Erfolg im elften Saisonmatch. Von Jörn Koldehoff und Thomas Rademacher

Ohne die verletzten Bastian Rutschmann und Csaba Szücs legte der BHC gegen den Verfolger allerdings einen kleinen Fehlstart hin. Linus Arnesson besorgte zwar das 1:0, nach vier MInuten stand es aber auf einmal 1:4. Die Defensive sortierte sich aber. Und so ging der Tabellenführer mit 6:4 (14.) und 8:5 (16.) in Führung.

Zwar glich Nordhorn zum 8:8 aus (19.), Arnor Gunnarsson mit zwei Siebenmetern und Maciej Majdzinski warfen aber wieder einen Drei-Tore-Vorsprung heraus (11:8, 22.). Zur Pause waren es sogar fünf. Hinzu kam eine rote Karte gegen Nordhorns Toom Leenders, der Majdzinski in den Würgegriff genommen hatte.

Nach der Pause sorgte der BHC rasch für die Entscheidung und zog davon. Milan Kotrc erhöhte in der 42. Minute auf 19:12, Gunnersson kurz darauf auf 20:12. Nordhorn nahm eine Auszeit. Spätestens nach dem 22:13 durch den genesenen Bogdan Criciotoiu und sowie Gunnarsson war die Messe gelesen (44.). Der Rest war ein Schaulaufen und eine Demonstration der Stärke des Spitzenreiters.

Sebastian Hinze (Trainer Bergischer HC): "Es war ein verdienter Sieg für uns. In der Anfangsphase war ich etwas unzufrieden, weil in der Deckung die Kompaktheit fehlte. Das konnte die HSG einfache Tore machen. Offensiv war es okay, aber wir verschießen ein paar freie Würfe. Wir haben dann nicht die Ruhe verloren und es auch geschafft, die Räume eng zu machen und im entscheidenden Moment zu attackieren. Dann haben wir auch gute Paraden von Christopher Rudeck bekommen. Das Tempospiel war sehr gut, und das war auch das Ziel der Woche, weil es ein bisschen gehakt hatte nach der Verletzung von Csaba Szücs. In der zweiten Halbzeit haben wir es gut ausgenutzt, dass Nordhorn ein Spieler im Innenblock fehlte (Toon Leenders). Es war eine sehr zufrieden stellende Leistung. Herausheben möchte ich Tomas Babak und Maciej Majdzinski, über die wir in der ersten Halbzeit das Spiel in den Griff bekommen haben."

Viktor Szilágyi (Sportdirektor): "Die Mannschaft hat so gespielt, wie sie trainiert hat. Der Gegner konnte seine Stärken heute überhapt nicht ausspielen. Das war ein schöner Abend und Sieg."

Heiner Bültmann (Trainer HSG Nordhorn-Lingen): "Herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sieg. Wir hatten uns viel vorgenommen heute, haben es dann aber nicht gut gemacht, nachdem wir zu Beginn einen Bruch im Spiel hatten. Die Rote Karte war eine schwere Hypothek für uns. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine Phase, in der der BHC uns überrannt hat. Insgesamt ist uns nicht das gelungen, was wir uns vorgenommen hatten. Der Rückzug war nicht gut, wir hatten Systemfehler in der Abwehr. Der BHC hat gezeigt, dass er eine Top-Mannschaft ist. Es war ein gebrauchter Tag für uns. Was bleibt sind zwei verlorene Punkte beim Top-Favoriten."

Am kommenden Freitag (10. November) ist der BHC um 20 Uhr zu Gast beim Wilhelmshavener HV, zwei Tage später (12. November) kommt der TV Emsdetten um 15 Uhr in die Klingenhalle.

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