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Fußball-Regionalliga: Sonntag gegen RWE
WSV-Trainer Alipour: "Wäre gut für die Seele"

Fußball-Regionalliga: Sonntag gegen RWE: WSV-Trainer Alipour: "Wäre gut für die Seele"
Jubelnde WSV-Spieler im Stadion am Zoo. Geht es nach den Wünschen der Verantwortlichen, ist das auch am Sonntag so. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Mit einem Sieg gegen RW Essen möchte der Fußball-Regionalligist WSV am Sonntag (2. Dezember 2018) ab 14 Uhr im Stadion am Zoo für eine harmonische Adventszeit sorgen. Von Jörn Koldehoff

Ausgeruht läuft das Team auf jeden Fall auf. Nachdem die Pokalpartie beim Oberligisten VfB Homberg aus Sicherheitsgründen abgesagt und ins neue Jahr (10. Februar) worden war (wir berichteten), setzte Trainer Adrian Alipour kurzerhand ein internes Trainingsspiel an.

Als Vorteil sieht der 39-Jährige die neuerliche Terminverschiebung aber nicht an, im Gegenteil: "Wir sind mal wieder aus dem Rhythmus, RWE dagegen ist im Wettkampfmodus." Die Essener waren am vergangenen Wochenende durch einen 3:0-Sieg beim Oberligisten Union Nettetal ins Halbfinale eingezogen, in dem auch der KFC Uerdingen (4:1 bei SW Essen) und der 1. FC Monheim (3:1 gegen Jahn Hiesfeld) stehen. Der WSV dagegen muss warten – auch in finanzieller Hinsicht.

Immerhin nutzte das Trainerteam die Gelegenheit, um die Essener noch einmal live unter die Lupe zu nehmen. "Wir haben ordentliche Erkenntnisse gesammelt", meint Alipour, der sich zudem mehrere Videos von RWE-Spielen anguckt. "Wir werden auf jeden Fall einen guten Matchplan haben."

Dass es diesmal nicht nur um drei Punkte geht, ist ihm nur allzu bewusst: "Das Spiel hat eine unfassbare Bedeutung, es ist ein Prestigeduell und nicht nur für unsere Fans etwas ganz Besonderes." Natürlich schwirrt auch der Mannschaft noch die derbe 1:5-Hinspielklatsche an der Hafenstraße in den Köpfen umher. "Ein Sieg wäre gut für die Seele", weiß Alipour.

Das sieht auch Dennis Malura so, der im Sommer aus Essen zurück an die Hubertusallee kam: "Diesmal ist es für mich kein Spiel wie jedes andere. Dafür hat mir, der Mannschaft und besonders den Fans die Niederlage in Essen zu sehr wehgetan. Dieses Spiel wird 90 Minuten plus x eine ,Schlacht'".

Für den WSV ist es das erste Heimspiel nach mehr als einem Monat. Wie viele Zuschauer letztlich ins Stadion am Zoo kommen, dürfte angesichts der unbefriedigenden Tabellensituation (beider Vereine) wohl einerseits entscheidend vom Wetter abhängen – und davon, wie sehr die "Schulaktion" mit Tickets ab fünf Euro pro Person im Klassenverbund angenommen wird.

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