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Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV
Die Spitze wieder im Visier

Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV: Die Spitze wieder im Visier
Kevin Hagemann hat bereits vier Tore erzielt. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV empfängt am Freitag (19.30 Uhr) den SV Rödinghausen. Von Jörn Koldehoff

Es war eine Szene im Grunde am Rande, aber doch durchaus von Bedeutung. Nachdem Gaetano Manno im Heimspiel gegen Verl technisch stark das 4:1 per Schlenzer erzielt hatte, lief er zur Nordtribüne, dann zur Haupttribüne – seinen Finger auf den Mund gelegt.

Es war die Antwort des 35 Jahre alten Kapitäns auf die zunehmende Kritik der vergangenen Wochen und Monate. Die Zeit des Deutsch-Italieners sei abgelaufen, war immer öfter zu hören. Trainer Stefan Vollmerhausen und Fußballvorstand Manuel Bölstler stärkten ihm, vor allem in der Phase, als der Ex-Profi nach seiner Verletzung nur schwer in Tritt kam, dagegen den Rücken. Manno sei nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz wichtig, hieß es.

Mit dem 5:1-Erfolg gegen die Ostwestfalen beendete der WSV zunächst die Diskussionen um Spielstil, Erwartungshaltung und Anspruch. Zumindest bis Freitag. Dann kommt der SV Rödinghausen um 19.30 Uhr ins Stadion am Zoo. Mit einem Sieg würden die Rot-Blauen zunächst die Tabellenführung übernehmen.

"Natürlich ist unsere Zwischenbilanz erfreulich und eine schöne Momentaufnahme. Zwölf Punkte, kein Spiel verloren, nur drei Gegentreffer kassiert – mehr kann mit mit unseren Möglichkeiten eigentlich nicht mehr rausholen", sagt Fußballvorstand Bölstler. "Aber von der Diskussion um die Tabellenführung halte ich nicht viel. Das hat ja schon zweimal nicht geklappt. Wir konzentrieren uns einfach auf die Partie."

Er hofft darauf, dass mehr als die zuletzt 1.766 Fans kommen: "Das ist natürlich wenig und für den Tabellenstand keine schöne Zahl. Aber es hat auch 24 Stunden vorher am Stück geschüttet. Wir können es nicht ändern und müssen weiter Gas geben", so Bölstler. "Außerdem hatten wir bislang vom Namen her nicht so attraktive Gegner im Stadion. Uerdingen und Essen kommen zum Beispiel noch, und dann geht auch wieder der Zuschauerschnitt in die Höhe. Klar ist aber auch: Wenn man nur den zehnt- oder elfthöchsten Etat der Liga hat, kann niemand erwarten, dass wir ganz oben mitspielen."

Die Rundschau überträgt die Partie aus dem Stadion am Zoo wie immer im ausführlichen Liveticker.