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Stromschiene herabgefallen
Schwebebahn steht mehrere Wochen still

Stromschiene herabgefallen: Schwebebahn steht mehrere Wochen still
Die Stromschiene landete auf einem Pkw. FOTO: Christoph Petersen
Wuppertal. Vom Gleis der Wuppertaler Schwebebahn hat sich am Sonntagmittag (18. November 2018) zwischen den Stationen Varresbeck und Stadion/Zoo ein Teil der Stromschiene gelöst. Es fiel auf einen Pkw. Von Jörn Koldehoff

Wie lange das Wuppertaler Wahrzeichen ab sofort nicht zur Verfügung steht, ist noch nicht abzusehen - möglicherweise aber mehrere Wochen und damit auch in der Vorweihnachtszeit. Zunächst müssen die Schäden am Gerüst behoben, dann die Sicherheitstests absolviert werden. Schließich folgt die endgültige Freigabe.

Am späten Nachmittag bestätigten die Stadtwerke einen längeren Ausfall: "Nun beginnen die Instandsetzung und die Suche nach den Ursachen des Vorfalls. Die Schwebebahn wird währenddessen vermutlich für mehrere Wochen nicht fahren können."

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Schwebebahn-Stromschiene fällt auf Auto FOTO: Christoph Petersen

Die WSW schildern den Ablauf des Vorfalls wie folgt: "Gegen 12.30 Uhr meldete ein Fahrer von der Strecke zwischen Varresbeck und Zoo/Stadion über der Wupper eine lockere Stromschiene. Daraufhin wurde um 12.38 Uhr der Betrieb eingestellt. Das Gerüstbauteam der WSW rückte aus, aber bereits kurz nach 13 Uhr löste sich ein etwa 150 Meter langer Abschnitt des tonnenschweren Bauteils und stürzte ab."

Am 17. Oktober 2013 hatte schon einmal eine Stromschiene von Gerüst gelöst, damals zwischen den Stationen Kluse und Landgericht. Sie fiel auf zwei parkende und einen fahrenden Pkw. Knapp 80 Personen mussten seinerzeit aus einer Schwebebahn evakuiert werden, die es nicht mehr bis zur nächsten Station geschafft hatte. Der Fahrbetrieb wurde erst nach sechs Wochen wieder aufgenommen.

Zum Zeitpunkt des aktuellen Vorfalls wartete ein Cabrio vor der Ampel an der Siegfriedstraße an der Ecke zur Talachse. Der Wagen wurde erheblich beschädigt, verletzt aber niemand. Dem Fahrer, der selber aussteigen konnte, ging es nach eigenen Angaben gut - nur war ihm der Schreck in die Glieder gefahren.

Betroffen ist eine Strecke von rund 150 Metern neben dem Eisenbahnviadukt. Die Siegfriedstraße wurde zeitweise komplett gesperrt. Die Wuppertaler Feuerwehr rückte mit einem Kran an, außerdem wurde eine Drehleiter angefordert.

Mitarbeiter der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) waren später auf dem Gerüst unterwegs, um den Rest der Stromschiene zu sichern. Die Einsatzkräfte entfernten das herabgestürzte Kabel von der Straße. In der Wupper bleibt der andere Teil zunächst liegen, es wird später abtransportiert.

Schwebebahn-Waggons befanden sich nicht im Gefahrenbereich. Die Fahrgäste konnten entlang der 13 Kilometer langen in den jeweiligen Bahnhöfen aussteigen. Bis auf Weiteres übernehmen Ersatzbusse den Fahrbetrieb entlang der Talachse.

Die offizielle Mitteilung der Wuppertaler Stadtwerke: "Bitte nutzen Sie den SchwebebahnExpress für ihre Fahrt zwischen Vohwinkel und Oberbarmen. Der Ersatzverkehr hält in unmittelbarer Nähe der Schwebebahnstationen. Am Hauptbahnhof (Döppersberg) halten die Busse auf der Bundesallee (B7). In Fahrtrichtung Oberbarmen liegt die Haltestelle vor der Handelsschule unterhalb des Intercity-Hotels. In Fahrtrichtung Vohwinkel halten die Busse in der Nähe der Kreuzung Brausenwerth. Auch an der Schwebebahnstation Loher Brücke liegen die Bushaltestellen des SchwebebahnExpress nicht in Sichtweite der Station. Dort hält der SchwebebahnExpress ca. 400 m entfernt auf der Loher Straße (B7)."

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