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Begegnungsstätte Alte Synagoge
Besuch aus den USA und aus Israel

Begegnungsstätte Alte Synagoge: Besuch aus den USA und aus Israel
Hanna Renning vor der Ausstellungsvitrine über ihren Großvater Rabbiner Dr. Joseph Norden. FOTO: Ulrike Schrader
Wuppertal. In den Sommerferien empfing die Begegnungsstätte Alte Synagoge besondere Touristen: Hanna Renning und ihr Mann Dieter aus Kalifornien waren einige Tage zu Gast in Wuppertal, und aus Israel kam Yoav Shoham mit seiner Frau und Tochter.

Hanna Renning, 19136 in Berlin geboren, ist eine Enkelin des Rabbiners Dr. Joseph Norden (1870-1943), der von 1907 bis 1935 an der Elberfelder Synagoge amtierte. Für die Begegnungsstätte überbrachte Hanna Renning wieder einige Dokumente aus dem Nachlass der Familie, nachdem sie dem Haus schon ein wertvolles "Feldgebetbuch für die jüdischen Mannschaften" aus dem Besitz ihres Onkels Hans Norden überlassen hatte. An den Rabbiner erinnert am Ostersbaum auch die "Joseph-Norden-Treppe".

Yoav Shoham mit Frau und Tochter vor der Begegnungsstätte. FOTO: Ulrike Schrader

Yoav Shoham ist der Enkel von Frieda und Max Hirsch, die am Wall in Elberfeld das große "Damen- und Kinderkonfektionsgeschäft" Leopold Simon besessen hatten. Während Max Hirsch vor der Nazi-Zeit noch in Elberfeld starb und auf dem jüdischen Friedhof beerdigt wurde, konnte seine Witwe mit ihrer Familie rechtzeitig nach Palästina emigrieren. Ihr Enkel Yoav ist Psychotherapeut und lebt mit seiner Familie in Nordgaliläa in Israel.

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