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Ministerin Heinen-Esser in Wuppertal
Anerkennung für das Wuppertal Institut

Anerkennung für das Wuppertal Institut
NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser mit dem TEAM Nachhaltigkeit sowie mit Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts und Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts. FOTO: Wuppertal Institut
Wuppertal. Ursula Heinen-Esser (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) hat das Wuppertal Institut besucht. Während ihres Antrittsbesuchs lernte sie die zentralen Themen des Hauses näher kennen und informierte sich über die Arbeitsfelder und Projekte, die einen engen Bezug zum NRW-Umweltministerium haben.

"Unsere Gesellschaft steht vor großen, komplexen Herausforderungen", sagt Ursula Heinen-Esser: "Der Klimawandel, die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft für mehr Ressourcen- und Umweltschutz, eine Digitalisierung, die auch im Dienste einer nachhaltigen Entwicklung steht – das sind nur wenige der Themen, über die wir heute gesprochen haben. Wir legen als Landesregierung großen Wert auf faktenbasierte Politikgestaltung und wissen mit dem Wuppertal Institut eines der führenden wissenschaftlichen Forschungs- und Beratungseinrichtungen an unserer Seite."

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts. "Wir freuen uns über die Wertschätzung unserer Arbeit. Uns ist es ein besonderes Anliegen, die Erfahrungen aus unserer nationalen und internationalen Projektarbeit immer wieder auch für NRW fruchtbar machen zu können und umgekehrt Erfahrungen aus NRW in die internationale Ebene einzubringen."

Heinen-Esser nahm an der sechsten Sitzung des "TEAM Nachhaltigkeit" teil. Es setzt sich aus für die Nachhaltigkeitsdiskussion im Land relevanten Akteuren aus Wissenschaft und Praxis des Landes NRW zusammen, welche die verschiedenen Facetten und Inhalte der Nachhaltigkeitsdebatte bündeln. Mit den Mitgliedern des TEAM tauschte sich die Ministerin insbesondere über die Weiterentwicklung der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie aus.

Die Landesregierung hat im Juni 2016 die erste Nachhaltigkeitsstrategie für NRW beschlossen. Damit verpflichtete sich NRW als erstes Bundesland, die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) des New Yorker UN-Gipfels von September 2015 umzusetzen. 2019 soll die NRW-Strategie überarbeitet werden, um insbesondere das Ineinandergreifen mit der Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie von 2016 und ihrer Aktualisierung von 2018 zu verbessern.

"Nur durch ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Bund und Ländern werden wir auf allen Ebenen unsere ambitionierten Nachhaltigkeitsziele erreichen können", so Heinen-Esser. "Nachhaltigkeit heißt, dass wir unser Land zukunftsfähig und unsere Wirtschaftsweise enkeltauglich gestalten. Dazu gehört es, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, Ökonomie und Ökologie zu versöhnen und soziale Schieflagen zu verhindern. Nachhaltigkeit ist ein ressortübergreifendes Querschnittsthema und längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Jede und jeder kann und muss seinen Beitrag leisten."

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit der Ministerin standen die Indikatoren und Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie sowie die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Landes. Zu beiden Aspekten hat das Wuppertal Institut im Namen des "TEAM Nachhaltigkeit" im Dezember 2018 Hinweise zusammengestellt und an die Landesregierung NRW übergeben.

"Für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele ist nicht nur eine stetige Weiterentwicklung der Strategie selber notwendig", sagt Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, " sondern auch die Formulierung klarer, mess- und überprüfbarer sowie idealerweise quantifizierter und terminierter Ziele. Wir freuen uns darüber die Landesregierung bei dieser Aufgabe unterstützen zu können."

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