| 08.09 Uhr

Posse aus der Provinz

Betr.: Tanztheater-Streit, Rundschau vom 21. November

Wenn sich Kommunalpolitiker derart aufblähen und anfangen zu quaken, sind sie damit noch lange nicht respektierte Repräsentanten des modernen Ausdrucktanzes. Ganz im Gegenteil: Sie sind nichts weiter als Wichtigtuer und provinzielle Marktschreier.

Der Stadt kann man nur raten: Schickt Slawig, Hesse und Fries auf eine Welttournee bis auf und hinter den Mond – und entschuldigt euch bei Adolphe Binder. Vielleicht hat sie Fehler in Wortwahl und Ton gemacht, aber sie war kreativ und wollte "was bewegen"! Und das ist in dieser Stadt meines Erachtens schon ein bemerkenswerter Vorgang. Eine Stadt, die nicht nur vom Kapital, sondern auch vom Glück verlassen scheint.

In Wuppertal scheint vieles in der Schwebe zu sein (wenn man mal von der entsprechenden Bahn absieht).

Ob die Rundschau mit der Preisgabe ihrer "Quelle" richtig liegt, wage ich eher zu bezweifeln. Und doch habe ich nach dem Lesen dieser Provinz-Posse dafür Verständnis.

Hans-Georg Gohlisch

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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