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Personal für Lappalien

Betr.: Döppersberg, "Nur wenig Kontrolle ...", Rundschau vom 1. Dezember

Mit großem Erstaunen las ich in der Rundschau, dass eine regelmäßige Begehung der Außenbereiche des neuen Döppersberg mit den bestehenden personellen Ressourcen des Ordnungsamtes nicht gewährleistet werden könne.

Das erscheint mir unglaubwürdig, da ich der örtlichen Presse vor kurzem entnehmen konnte, dass das Ordnungsamt in den entlegensten Gegenden unserer Heimatstadt, in Ronsdorf, Kontrollgänge durchgeführt hat, bei denen mit äußerster Akribie Firmenschilder vermessen und anschließend als überdimensioniert bewertet wurden, die dort unbeanstandet und unfallfrei seit 30, 40 oder sogar 50 Jahren gehangen hatten.

Ebenso wurde im Spätsommer eine Aktion in der Elberfelder Luisenstraße publik, die die Demontage des allgemein als funktionale (Sitzgelegenheiten) wie ästhetische (Pflanzenkübel) Bereicherung empfundenen Straßenmobiliars zum Ziel hatte. Zugunsten der Barrierefreiheit eines Bürgersteigs, der nur an den wenigsten kurzen Stellen breitenmäßig für die Befahrung mit Rollstühlen geeignet ist.

Wenn also das Wuppertaler Ordnungsamt Mitarbeiter für solche Lappalien abstellt, statt sie weit dringlichere Aufgaben vornehmen zu lassen, scheint es weniger an der personellen Ausstattung als am angemessenen Einsatz des vorhandenen Personals zu hapern.

Nichts Neues bei der Wuppertaler Verwaltung.

Ludger Zenngerling

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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