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Jazz im Vordergrund

Jazz im Vordergrund
Michael Mader (links, Projektleitung der Cragg-Foundation), Dieter Fränzel (Mitte) und Maik Ollhoff freuen sich auf einen spannenden Konzertsommer. FOTO: Barbara Scheer
Bereits zum siebten Mal startet übermorgen die Konzertreihe „Klangart“ – draußen und drinnen im Cragg-Skulpturenpark an der Hirschstraße in Unterbarmen. Von Sabina Bartholomä

Dieter Fränzel ist zufrieden. Dem künstlerischen Leiter der Konzertreihe „Klangart“ und seinem Assistenten Maik Ollhoff ist es gelungen, wieder hochkarätige Musiker nach Wuppertal zu holen. „Viele Neuentdeckungen sind dabei, Künstler der jungen und mittleren Generation, aber auch zwei Veteranen“, so Jazz-Urgestein Dieter Fränzel. In zehn Konzerten werden sich Musiker aus Italien, Griechenland, Luxemburg, Deutschland, der Schweiz, aus dem Kongo, dem Libanon, aus Israel, Kolumbien, Kuba und den USA vorstellen.

„Bei der Auswahl der Künstler muss man darauf achten, dass ihre Musik zum Ort passt. Wir haben mehr Anfragen, als wir einladen können, Wiederholungen wollen wir vermeiden. In diesem Jahr setzen wir verstärkt auf Weltmusik“, beschreibt Fränzel sein Konzept, bei dem das Thema Jazz im Vordergrund steht.

Der Witterung entsprechend finden die ersten drei Konzerte im Pavillon statt. Am Freitag, 27. März, ist das Gunter-Hampel-Quartett am Start. Aus Italien kommen am Samstag, 25. April, Rita Marcotulli und Luciano Biondini, ihnen folgt am Samstag, 9. Mai, das Edmar-Castañeda-Trio. Beginn ist immer um 19 Uhr.

Am Samstag, 20. Juni, fällt mit dem Marialy-Pacheco-Trio und Joo Kraus der Startschuss in die Open-Air-Saison. Es folgen Khalifé Schumacher Tristano (21. Juni), das Enrico-Rava-Quintett (4. Juli), Gasandji & Band (5. Juli), Mor Karbasi (15. August), das ungewöhnliche Projekt „Hildegard lernt fliegen“ (16. August) – und zum Abschluss der Reihe gastiert am Sonntag, 23. August, Baby Sommer mit „Songs for Kommeno“: „Bei einer Reise durch Griechenland kam Baby Sommer in das Dorf Kommeno, das 1943 von deutschen Soldaten komplett zerstört, die Bewohner ermordet wurden. Bei dem Musiker entstand der Wunsch, den Überlebenden zu helfen. An diesem Abend wird es auch einen Film über das Dorf zu sehen geben“, erklärt Dieter Fränzel, dem dieses Projekt sehr am Herzen liegt. Auch in diesem Jahr wird es wieder die Möglichkeit geben, vor den Konzerten durch den Park zu bummeln oder anschließend mit den Künstlern in der „Villa Waldfrieden“ zu speisen (60 Euro).

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
Die Rundschau-Radrunde