Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (Wuppertal), ihre Remscheider Amtskollege Sven Wolf und der Solinger OB Daniel Flemm (Solingen) diskutierten in den Räumlichkeiten der VBU in Wuppertal mit Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Wirtschaft über die Zukunft des Bergischen Städtedreiecks. Themen waren unter anderem Investitionen, Standortentwicklung, Fachkräftesicherung sowie die Erwartungen der Unternehmen an Politik und Verwaltung.
Mehr Tempo bei der Entwicklung von Gewerbeflächen, verlässlichere Verwaltungsprozesse und eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit – diese Erwartungen formulierten die Unternehmen im Austausch mit den drei Oberbürgermeistern des Bergischen Städtedreiecks.
Die drei Stadtspitzen machten deutlich, dass viele Zukunftsaufgaben nur gemeinsam gelöst werden können. Miriam Scherff stellte dabei die Themen Flächen, Fachkräfte und Forschung in den Mittelpunkt und betonte die Bedeutung eines erfolgreichen Transfers von Innovationen aus Wissenschaft und Praxis. Sven Wolf hob die Chancen gemeinsamer Projekte bei Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung hervor.
Daniel Flemm sprach sich für schnellere Verwaltungsverfahren und klare Ansprechpartner für Unternehmen aus: „Es kann nicht sein, dass Unternehmen keine Antwort über Monate zu Flächenanfragen oder Baugenehmigungen bekommen. Da muss mehr Tempo rein.“
„Der Austausch hat gezeigt, dass die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auf allen Seiten vorhanden ist. Entscheidend ist jetzt, dass aus den Gesprächen konkrete Schritte für den Wirtschaftsstandort folgen“, erklärte Jan Peter Coblenz (Vorsitzender des Großhandelsverbandes).
„Viele Unternehmen stehen derzeit unter erheblichem Druck. Dabei erleben wir nicht nur Insolvenzen, sondern auch, dass Betriebe aufgeben oder ihre Aktivitäten verlagern – Entwicklungen, die oft in keiner Statistik sichtbar werden. Umso wichtiger ist es, dass die Herausforderungen des Mittelstands stärker wahrgenommen werden und in politische Entscheidungen einfließen“, ergänzte Vera Bökenbrink (stellvertretende Vorsitzende des Metallverbandes).
Neben den Diskussionen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region standen bei der Mitgliederversammlung auch aktuelle verbands- und wirtschaftspolitische Themen auf der Tagesordnung. So informierten sich die Mitglieder des Großhandelsverbandes unter anderem über den aktuellen Stand der Tarifrunde. Im Metallverband befassten sich die Mitglieder mit den weiteren Entwicklungen rund um den Bergischen Bildungscampus.
Außerdem verabschiedeten die Mitglieder Michael Vitz nach langjährigem ehrenamtlichem Engagement. Vitz war von 2020 bis 2025 Vorsitzender des Metallverbandes und prägte in dieser Zeit zahlreiche zentrale Projekte der regionalen Verbandsarbeit – darunter die Fusion der Metallverbände in Wuppertal und Solingen sowie den Aufbau des Bergischen Bildungscampus.
Abschließend präsentierten sich regionale Start-ups den Gästen, darunter die Künstlerin Aylin Bönneken sowie das Unternehmen „Fair-Up“. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Orchesterakademie der Bergischen Symphoniker.