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Streit um AfD-Landtagskandidaten Beucker
Südstadt-Gemeinde: Presbyter legen Ämter nieder

Streit um AfD-Landtagskandidaten Beucker: Südstadt-Gemeinde: Presbyter legen Ämter nieder
Die Christuskirche. FOTO: Heinz Majewski
Wuppertal. Im Streit um den AfD-Landtagskandidaten Dr. Manfred Beucker hat fast das komplette Preybyterium der evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt Konsequenzen gezogen. Ilka Federschmidt, Superintendentin für den Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Wuppertal, nimmt dazu Stellung.

"Mit dem 27. Januar 2017 sind die amtierenden Presbyterinnen und Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt bis auf einen Presbyter von ihrem Presbyteramt zurückgetreten (16 von 17). Grund dafür ist der erlebte Widerspruch zwischen den Glaubensüberzeugungen der Mehrheit des Presbyteriums einerseits und der Kandidatur von Presbyter Dr. Beucker für ein Landtagsmandat der AfD andererseits.

Mit ihrem Verständnis des Evangeliums in der Tradition der Barmer Theologischen Erklärung ist dieser Widerspruch für die Zurückgetretenen zu einem Gewissenskonflikt geworden, den sie im Presbyterium nicht lösen konnten.

Gemäß der Ordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland wird der Kreissynodalvorstand aufgrund der Beschlussunfähigkeit des Presbyteriums nun einen Bevollmächtigtenausschuss zur Leitung der Gemeinde einsetzen. In der Übergangszeit führt die Superintendentin die laufenden Geschäfte der Gemeinde.

Der Bevollmächtigtenausschuss hat neben der Leitung der Gemeinde die Aufgabe, in den kommenden Monaten eine Neuwahl des Presbyteriums vorzubereiten.

Der Kreissynodalvorstand wird die Gemeinde über diese Situation und das weitere Verfahren informieren und mit den Gemeindegliedern ins Gespräch kommen.

In dieser schwierigen Situation vertraut die Wuppertaler Kirchenkreisleitung auf die Wegweisung Gottes und sein Wort."

Vertreter des Kirchenkreises und der Gemeinde informieren am Sonntag (5. Februar 2017) ab 13 Uhr in der Christuskirche über die Situation.