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Lösungen suchen – und finden

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War stets für „sein“ Ronsdorf aktiv: Winfried Arenz (†). FOTO: SPD
Ronsdorf . Über 50 Jahre für die "Republik Ronsdorf": Stadtteilpolitiker Winfried Arenz (11. April 1933 bis 25. Februar 2017) starb nach schwerer Krankheit. Von Klaus-Günther Conrads

Der gelernte Elektriker verdiente den Lebensunterhalt bei Vorwerk. Frau Marlies übernahm die Erziehung der drei Töchter. Es blieb aber noch Zeit für Hobbys – das Motorradfahren und Basteln an der Modelleisenbahn.
Ähnlich wie bei den langjährigen Weggefährten Günter Jäger und Werner Elbracht wurde Winfried Arenz vom Vater in die Politik eingeführt. Im Tal waren die "Bergvölker" nicht beliebt, wurden Ronsdorfer Aktivitäten und Meinungen skeptisch beobachtet. Oberbürgermeister Robert Daum (SPD) sprach passend dazu sogar von der "Republik Ronsdorf".

Von 1984 bis 1989 war Arenz stellvertretender Bezirksvorsteher und ab 1989 elf Jahre Bezirksvorsteher, bevor ihn 1999 die verheerende Wahlniederlage der SPD das Amt "kostete". Im September 2004 nahm Winfried Arenz nach 50-jährigem Engagement für Ronsdorf vom Stadtteilparlament Abschied. "Eine großartige Lebensleistung", bescheinigte ihm der damalige Oberbürgermeister Hans Kremendahl (†).

"Motor" war Winfried Arenz bei der Errichtung des Stadtbades und der Erich-Fried-Gesamtschule, in Sachen Verkehrspolitik, beim Ausbau des Ascheweges, dem Neubau der Feuerwache Linde und der Sanierung von Feuerwehrsteigerturm und Talsperre. Als der Bürgerbusverein "W.i.R. fährt für Ronsdorf" gegründet wurde, übernahm Arenz wieder Verantwortung, zunächst als stellvertretender Vorsitzender, dann als Chef. 2014 zum Ehrenvorsitzenden gewählt, denkt Günther Andereya zurück: "Für Ronsdorf ist 'Winni' unvergleichlich, weil er trotz seiner sozialdemokratischen Wurzeln wenig parteipolitisch agierte, sondern in erster Linie Lösungen suchte und fand."

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