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Neue Struktur notwendig
Was wird aus dem Ölbergfest?

Was wird aus dem Ölbergfest?
Volle Straßen auf dem Ölberg. FOTO: Jens Grossmann
Wuppertal. Der Verein "Unternehmer/innen für die Nordstadt" will das seit 2005 alle zwei Jahre stattfindende "Ölbergfest" nicht mehr selber organisieren. Die "vielfältigen anderen Aufgaben" würden "durch die organisatorischen, materiellen und sicherheitsrelevanten Aspekte im Festjahr nahezu erdrückt", teilte er am Montag (11. Februar 2019) mit.

"Das Ölbergfest ist groß geworden, sehr groß. Für eine erfolgreiche und verantwortliche Weiterführung des Festes braucht es mehr als die bisherigen Strukturen", heißt es. Der Verein möchte die Verantwortung für das Gesamtfest nicht mehr tragen und wünscht sich eine erweiterte Struktur, "die der Größe des Festes angemessen ist".

Die Vorbereitung benötigt nach eigenen Angaben "mindestens 600 Stunden bezahlte Organisations- und Koordinationsarbeit. Insgesamt hat das Fest ein Kostenvolumen von 70.000 Euro überschritten." Man sehe die eigenen Aufgaben eher "in der alltäglichen Stadtteilentwicklung": "Dazu gehören unter anderem die Umsetzung einer Verkehrswende in der Nordstadt (Mobiler Ölberg) oder kleinere nachbarschaftliche Aktivitäten wie das Lesefest ,Der Berg liest‘ und vieles mehr."

Der Vorschlag lautet, dass interessierte Personen aus den eigenen Reihen, aber auch Nichtmitglieder, die auf dem Ölberg oder in der Elberfelder Nordstadt wohnen, einen gemeinnützigen Verein gründen. "Dessen Zweck und Ziel wäre es, das Ölbergfest alle zwei Jahre durchzuführen. Dabei wird es wichtig sein, die Bewohnerinnen und Bewohner des Ölbergs über die Planungen zu diesem Fest zu informieren und aktiv bei der Vorbereitung und in der Durchführung einzubeziehen. Eine Kommerzialisierung oder Weitergabe an ölbergfremde Organisationsstrukturen soll ausgeschlossen sein."

Unter diesen Voraussetzungen sei man bereit, sowohl die Marke "Ölbergfest" als auch finanzielle Sicherheiten für kommende Ölbergfeste zur Verfügung zu stellen. Auch über eine Anschubfinanzierung könne nachgedacht werden: "Wir freuen uns über viele weitere großartige Feste auf dem Ölberg: nachbarschaftlich, tolerant, lecker, stimmungsvoll, tanzwütig, nachhaltig glasfrei und ohne Nazis."

Die Rundschau-Radrunde