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Rauental: Zahlreiche Verletzte
UPDATE: Wohnhaus nach Explosion eingestürzt

Rauental: Zahlreiche Verletzte: UPDATE: Wohnhaus nach Explosion eingestürzt
Die Flammen loderten über mehrere Etagen. FOTO: Christoph Petersen
Wuppertal. In der Lenneper Straße in Wuppertal ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag (23./24. Juni 2018) ein Wohnhaus zunächst schwer beschädigt worden und am Morgen dann zu großen Teilen eingestürzt. Auslöser war möglicherweise eine Gasexplosion im ersten Obergeschoss. Anschließend breitete sich ein Großfeuer aus. Von Jörn Koldehoff

Anwohner hatten von einem lauten Knall berichtet, der den Flammen vorausging. Polizei und Feuerwehr wurden gegen 23.50 Uhr alarmiert. "Zur Ursache der Explosion können derzeit noch keine Angaben gemacht werden, die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen", heißt es in einer Stellungnahme aus dem Präsidium von 6.30 Uhr. Die Feuerwehr ging in der Nacht (die Rundschau berichtete aktuell) von einer durch Gas verursachten Detonation aus.

Betroffen war der Bereich von der ersten Etage bis zum Dach. Die Feuerwehr hatte die Flammen, die sich rasch ausbreiteten, zwar gegen 1 Uhr im Griff, musste aber äußerst vorsichtig agieren, weil immer wieder Teile des Gebäudes zusammenkrachten und es akut einsturzgefährdet war. Das endgültige Löschen werde wohl noch zum Morgen dauern, da einige Brandherde schwierig zu erreichen seien, hieß es in der Nacht.

Bilder:

Schwerer Brand im Rauental FOTO: Christoph Petersen

Nach Rundschau-Informationen haben sich mindestens zehn Personen Verletzungen zugezogen, einige davon sehr schwerwiegende. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Mehrere Menschen, denen der Fluchtweg abgeschnitten war, wurden über Drehleitern gerettet. Gegen 2 Uhr waren die mehr als 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr, die unter anderem vom THW, dem Arbeiter-Samariter-Bund und der Johanniter-Unfallhilfe unterstützt wurden, dabei, Bewohner zu evakuieren. Gleichzeitig wurde recherchiert, ob noch weitere vermisst werden. Auch der Einsatz von Spürhunden war eine Option.

Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Oberbürgermeister Andreas Mucke informierte sich in der Nacht vor Ort über die Lage. Statiker müssen nun auch die angrenzenden Gebäude überprüfen. Die Polizei sperrte den Bereich großräumig ab.

Ein Großteil des Gebäudes sackte am Morgen in sich zusammen. FOTO: Claudia Otte

Die Berufsfeuerwehr Wuppertal war mit den Löschzügen Barmen und Elberfeld, diversen Abrollbehältern und Sonderfahrzeugen, zahlreichen Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen im Einsatz. Hinzu kamen die Freiwilligen Feuerwehren aus Nächstebreck, Langerfeld, Ronsdorf, Cronenberg, Vohwinkel, Sonnborn, Herbringhausen, Uellendahl, Dönberg sowie der Umweltschutzzug.

Das Technische Hilfswerk stellte Kräfte aus Wuppertal, Witten und Schwelm. Hilfe kam auch durch mehrere Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge aus Remscheid und dem Ennepe-Ruhr-Kreis.

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