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Fußball-Regionalliga: 4:0 (2:0) beim TuS Erndtebrück
Zwei Kramer-Tore bei klarem WSV-Sieg

Fußball-Regionalliga: 4:0 (2:0) beim TuS Erndtebrück: Zwei Kramer-Tore bei klarem WSV-Sieg
Der Sieger-Kreis nach dem Sieg in Siegen. FOTO: Julian Schumacher
Wuppertal / Siegen. Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV ist am Samstag (7. Oktober 2017) mit drei Punkten vom Auswärtsspiel beim Aufsteiger TuS Erndtebrück zurückgekehrt. Das Team von Trainer Stefan Vollmerhausen gewann im Siegener Leimbachstadion vor nur 416 Zuschauern mit 4:0 (2:0). Die Tore erzielten Christopher Kramer (2), Gaetano Manno und Gino Windmüller. Von Jörn Koldehoff und Julian Schumacher

Nach dem 0:0 gegen Oberhausen nahm Vollmerhausen eine Änderung vor. Dennis Dowidat kam für Enzo Wirtz in die Startformation. Er sollte über die linke Seite für Druck sorgen, Gaetano Manno rechts. Als Stoßstürmer agierte Christopher Kramer.

Beide Teams starteten engagiert. Der Gastgeber hatte die erste große Chance. Xhuljo Tabaku lief nach einem langen Ball allein auf Torwart Sebastian Wickl zu, scheiterte aber (13.). Ein paar Minuten später zwang Kramer den TuS-Schlussmann Timo Becker nach einem Schuss aus der Drehung zu einer Parade. Es entwickelte sich eine offene Partie mit Offensivaktionen auf beiden Seiten, besonders über die Außenbahnen.

In der 30. Minute durften die rund 150 mitgereisten WSV-Fans erstmals jubeln: Wieder machte Niklas Heidemann auf links Meter und hatte jede Menge Platz nach einem tollen, öffnenden Pass von Manno. Weil Heidemanns Flanke perfekt durch den Fünfer segelte, musste Kramer nur noch einschieben - 0:1.

Einmal auf den Geschmack gekommen, legte der Torjäger in der 35. Minute nach. Nach einer Ecke von Mandt traf Kramer zum siebten Mal in dieser Saison. Von seinem Kopf prallte der Ball an die Unterkante der Latte und an den Rücken von Keeper Bäcker. Er war aber wohl vorher schon hinter der Linie. Erndtebrück bemühte sich, doch der WSV agierte bis zur Pause konzentriert. Die Führung war verdient, nur zu Beginn hatten die Rot-Blauen bei der Tabaku-Szene zunächst Glück.

Erndtebrück wechselte nach 45 Minuten zweimal. Unter anderem durfte der Ex-Wuppertaler Nino Saka ran. Der WSV stand jedoch kompakt und lauerte mit der Führung im Rücken auf Konter. Allerdings passte die Defensive in der 61. Minute nicht auf, als sie Tim Treude aus den Augen ließ, der aber verzog. Vollmerhausen reagierte und brachte Daniel Grebe für Dowidat, der ordentlich gespielt hatte (63.).

Der WSV wackelte aber nur kurz. Als Dominik Jordan nach einer Heidemann-Flanke der Ball im Strafraum an die Hand sprang, verwandelte Manno den fälligen Elfer sicher - 0:3 (65.). Erndtebrück gab auf, die Bergischen spielten die Partie locker runter und schonten Kräfte. Yassine Khadraoui ersetzte nach 73 Minuten den emsigen Mandt, Marco Cirillo dann Davide Leikauf (79.).

Ein weiteres Ausrufezeichen setzte der WSV dann doch noch: Khadraoui schlug einen Eckstoß herein, Gino Windmüller lief sich frei und traf sicher per Kopf - 0:4 (81.). Sein fünfter Saisontreffer bereits.

Stefan Vollmerhausen (Wuppertaler SV): "Wir waren natürlich vorbereitet und wussten um die guten Ergebnisse Erndtebrücks gegen die Mannschaften aus der oberen Hälfte. Wir wollten tief stehen und schnell umschalten. Das ist uns bis auf die Schrecksekunde aus der 13. Minute gelungen. Schön, dass der erste Ball mal nicht reingefallen ist. Danach brauchten wir kein Glück mehr und hatten das Spiel unter Kontrolle. Um die 60. Minute gab es noch einmal eine Phase, wo Erndtberück gut den Ball laufen lässt. Da haben wir dann umgestellt. Nach dem 3:0 war das Spiel gelaufen. Mit dem Ergebnis können wir gut leben. Mit dem kleinen Kader liegt eine anstrengende Woche vor uns."

Florian Schnorrenberg (TuS Erndtebrück): "Das ist heute so ein Spiel, wo man sich viel vornimmt, aber auch viel Respekt mitbringt. Dass der WSV auch gegen uns mit einer Fünferkette spielt, hat uns überrascht. Letztlich haben wir eine gute Konterchance, da wünscht man sich, dass der Ball reingeht. Der weitere Spielverlauf ist schnell erzählt, da kriegen wir drei Tore nach Standards. Es ist sehr hart für uns im Moment. Wir hatten eine große Chance, das ist natürlich zu wenig. Dass die Ergebnisse aktuell so hoch ausgehen, ist natürlich hart. Das müssen wir sacken lassen. Ein Erfolgserlebnis muss man sich hart erarbeiten. Es tut weh, wieder der verdiente Verlierer zu sein. Beim eigenen Angriff musst du aktuell fast Angst haben, dass das gegnerische Umschaltspiele gefährlicher wird als unser eigener Versuch."

Im Rahmen der Englischen Woche empfängt der WSV am Mittwoch (11. Oktober) um 19.30 Uhr im Achtelfinale des Niederrheinpokals den Oberligisten VfB Hilden. Die Partie ist ins Stadion am Zoo verlegt worden. Dort beginnt am kommenden Samstag (14. Oktober) auch um 14 Uhr das Regionalliga-Heimspiel gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf.

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