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Fußball-Regionalliga
WSV: Trainingslager, Etat und Bednarski-Zukunft

Fußball-Regionalliga: WSV: Trainingslager, Etat und Bednarski-Zukunft
Kamil Bednarksi (li.) war am Samstag nur in Zivil im Staion am Zoo. Rechts Kapitän Gaetano Manno. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Es war nun wirklich nicht die Woche des Wuppertaler SV. Nur einen Punkt holte der Fußball-Regionalligist aus den beiden Heimspielen gegen Fortuna Düsseldorf II (2:3) und den 1. FC Kaan-Marienborn (1:1). Zudem wurden die Informationsveranstaltungen zum Stadionumbau abgesagt, weil noch interner Klärungsbedarf besteht. Dennoch waren die vergangenen Tage erkenntnisreich. Von Jörn Koldehoff

Und das vor allem für Fußballvorstand Manuel Bölstler. Hatte der 35-Jährige vor Wochenfrist angekündigt, nach der Rückrunde beziehungsweise in der Winterpause die Lage und damit die notwendigen Schritte zu analysieren, kann er damit schon jetzt beginnen. Die Wahrscheinlichkeit, doch noch an Spitzenreiter Viktoria Köln und den einzigen Aufstiegsplatz heranzukommen, ist nun noch geringer geworden.

Zwar gaben die Domstädter gegen den SV Straelen (2:2) überraschend daheim zwei Punkte ab. Der WSV gegen Aufsteiger Kaan-Marienborn aber eben auch, deshalb beträgt die Differenz weiter satte 14 Zähler. "Ein gerechtes Unentschieden. Kaan hat die Räume in der eigenen Hälfte immer wieder sehr eng gemacht, damit haben wir uns sehr schwer getan", so Bölstler. Inzwischen werden die ersten Stimmen laut, die fragen, warum der finanziell nicht auf Rosen gebettete WSV noch für rund 30.000 Euro in ein Winter-Trainingslager in den Süden fliegen will.

Bölstler hat darauf eine klare Antwort:  "Wir gehen nicht ins Trainingslager, weil wir aufsteigen können oder auch nicht. Wir fliegen weg, weil wir im Winter keine vernünftigen Trainingsplätze und Bedingungen in Wuppertal haben. Wir wollen unsere Spielphilosophie und Mannschaft weiterentwickeln." Und weiter: "Auch wenn Viktoria mit ihrem Riesenetat nicht in unserer Liga wäre, dann wären wir von unserem Etat immer noch im unteren Drittel der Liga. Man kann nicht immer die Realität aus den Augen lassen, ob es gut oder nicht so gut läuft. Fakt ist: Wir arbeiten jetzt in der 3. Saison in der 4. Liga mit sehr wenig finanziellen Mitteln im Vergleich zu den anderen Vereinen."

Dass sich der Kader im Winter verändern wird und der Philosophie des neuen Trainers Adrian Alipour angepasst werden soll, hatte Bölstler bereits angekündigt (wir berichteten). Als möglicher Wechselkandidat gilt Stürmer Kamil Bednarski, der bislang kaum zum Einsatz kam. Der Angreifer, der im Sommer einen Vertrag bis Sommer 2019 mit einer Option unterschrieben hatte und einziger Stoßstürmer neben Torjäger Christopher Kramer (elf Treffer, Kontrakt endet ebenfalls nach der laufenden Saison) ist, saß zuletzt zwei Mal aus sportlichen Gründen auf der Tribüne.

Bestätigen will Bölstler die Personalie das nicht, nur so viel: "Wir werden sicherlich mit allen Jungs im Dezember sprechen und bis dahin weiter analysieren."

Die Rundschau-Radrunde