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Fußball-Niederrheinpokal: 13:0 (6:0) gegen Lohberg
WSV: Bednarski und Kramer in Torlaune

Fußball-Niederrheinpokal: 13:0 (6:0) gegen Lohberg: WSV: Bednarski und Kramer in Torlaune
Christopher Kramer (li.) und Kamil Bedarski waren in Torlaune. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV ist mühelos in die zweite Runde des Niederrheinpokals eingezogen. Das Team setzte sich am Mittwochabend (8. August 2018) im Stadion am Zoo vor 456 Zuschauern gegen den Bezirksligisten RWS Lohberg aus Dinslaken mit 13:0 (6:0) durch. Von Jörn Koldehoff und Julian Schumacher

Trainer Christian Britscho hatte die Startformation im Vergleich zur 1:5-Niederlage in Essen auf acht Positionen verändert. Lediglich Sebastian Wickl, Christopher Kramer und Enes Topal durften erneut von Beginn an mitmischen. Die Partie war bereits nach sieben Minuten entschieden: In der dritten Minute nickte Kramer eine Topal-Flanke aus kurzer Distanz ein, vier Minuten später versenkte der Torjäger nach einer weiteren Topal-Hereingabe - 2:0. Der 28-Jährige verpasste den lupenreinen Hattrick zunächst durch einen Schuss aus spitzem Winkel an den Pfosten (14.).

Der drei Klasse höher spielende Regionalligist war drückend überlegen und vergab in der Folgezeit mehrere gute Chancen. Kramer gelang dann aber per Abstauber ins leere Tor doch das dritte Erfolgserlebnis hintereinander, nachdem Kamil Bednarski knapp gescheitert war - 3:0 (22.). Und auch der nächste Treffer ging auf das Konto des Mittelstürmers, diesmal wieder per Kopf - 4:0 (27.). Die Serie riss, als auch Bednarski nach Vorarbeit von Topal das Ziel fand - 5:0 (32.).

In der 37. Minute erarbeiteten sich die Gäste ihrerseits die erste Chance, Wickl hielt aber sicher. Als Yusa Alabas im Strafraum gefoult wurde und der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte, verwandelte Bednarski den Elfmeter sicher zum 6:0 (42.). So ging es in die Halbzeit; die tapferen Lohberger konnten kurz durchatmen.

Kramer blieb in der Pause in der Kabine, für ihn kam nach dem Wechsel Tjorben Uphoff. Das muntere Toreschießen ging weiter: Bednarski legte zum 7:0 und 8:0 (51./56.) nach und hatte nun auch vier Buden erzielt. Meik Kühnel und Silvio Pagano ersetzten Enes Topal und Kevin Hagemann, der nach langer Verletzungspause sein Pflichtspiel-Debüt feierte. Einziger Kritikpunkt trotz der hohen Führung: Der WSV hätte bis dato ob der zahlreichen Chancen noch weitaus mehr Tore erzielen können.

Elf Minuten vor dem Ende erhöhte Semir Saric mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Eck auf 9:0. Marco Cirillo schraubte den Spielstand nach Vorarbeit von Alabas auf 10:0 (81.). Damit war es dann doch zweistellig. Bednarski gelang Treffer Nummer fünf (84.); Kühnel hatte einen Freistoß auf den Kopf des Neuzugangs gezirkelt. Nummer sechs folgte in der 88. Minute - 12:0. Saric setzte den Schlusspunkt zum 13:0 (89.).

WSV-Trainer Christian Britscho: "Ich fand gut, dass die Jungs bis zum Ende heiß darauf waren, bis zum Ende Tore zu erzielen. Man hätte ja auch nach dem 4:0, 5:0 den Spielbetrieb einstellen und die Bewegungen aufs Minimum beschränken können. Da hätte wahrscheinlich jeder Verständnis für gehabt. Aber die Jungs und wir wollten nicht und haben Gas gegeben. Es ist das Wichtigste, dass man erkannt, dass das in dieser Mannschaft steckt."

Mit Blick auf das RWE-Spiel sagte der WSV-Coach: "Die ganzen Analysen und Auswertungen von Sonntag haben ergeben, dass nicht der mangelnde Wille das Problem war, sondern zwei, drei andere Sachen, die wir nicht auf den Platz gebracht haben. Wir waren nicht kompakt genug, die Abstände waren zu groß. Wir haben den schnellen Essenern die Räume hergeschenkt und die haben dankbar angenommen. Wir haben das nicht in den Griff bekommen. Wenn ich aber die Laufleistung angeguckt habe, war sie im absolut oberen Bereich. Die Zweikämpfe waren ausgeglichen, das glaubt man aber nicht, wie es sich anders anfühlt. Deshalb ist es wichtig, es genau zu analysieren. Das haben wir getan und abgeschlossen. Die Jungs haben Lust weiterzumachen, sie wollten schon heute. Fakt ist: Jede Einheit, wo du dir keine Gedanken mehr darüber machst, ist eine Art von Therapie. Wir haben gestern stundenlang zusammengesessen. Die Jungs waren sehr offen und selbstkritisch. Da wurde Tacheles geredet. Schon die Trainingseinheit gestern war Therapie. Morgen fangen wir an, uns auf Lippstadt vorzubereiten. Eigentlich hätte ich gerne dafür mehr Zeit. Heute war das Spiel, gestern stand anderes im Fokus, das absolute Priorität hatte. So wie ich die Jungs kennen gelernt habe, werden sie das annehmen. Es muss jetzt abgehakt sein. Du darfst Fehler machen und so richtig auf die Fresse kriegen, musst dann aber daraus lernen. Wenn wir aus diesem Spiel nicht lernen, wird es schwierig. Ich bin aber guter Dinge, dass wir Sachen Punkt für Punkt abstellen werden. Wir wissen, dass wir Herkenrath nicht in Grund und Boden gespielt haben. Aber wir haben einen guten Gegner über 90 Minuten im Griff gehabt. Und die Vorbereitung war auch nicht schlecht. Man darf jetzt nicht anfangen, weil man einmal sich einen zusammengegurkt hat, alles in Frage zu stellen. Die Punkte haben wir klar angesprochen."

Die zweite Runde, in der auch noch der Cronenberger SC und der FSV Vohwinkel vertreten sind, wird am Donnerstagabend ab 8.30 Uhr in Düsseldorf ausgelost. Am Samstag (11. August) empfängt der WSV an der Hubertusallee in der Regionalliga den Aufsteiger SV Lippstadt. Anstoß ist um 14 Uhr.

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