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Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV
Meik Kühnel: Urgestein mit neuem Zelt

Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV: Meik Kühnel: Urgestein mit neuem Zelt
Neu beim WSV: Meik Kühnel. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Vor der WSV-Saisoneröffnung und dem Testspiel am Sonntag (8. Juli 2018) ab 15 Uhr im Stadion am Zoo (Liveticker) gegen den Zweitligisten 1. FC Köln: Neuzugang Meik Kühnel im Porträt. Von Jörn Koldehoff

Als Meik Kühnel am Donnerstagmittag gefragt wurde, wer denn Fußball-Weltmeister wird, kam die Antwort blitzschnell: "Belgien!" Und in der Tat schlug das Team dann am Freitagabend die Brasilianer mit 2:1. Die Sympathie für das Nachbarland verwundert nicht. Schließlich ist der 23-Jährige in Aachen geboren, die Grenze ist nur einen Katzensprung entfernt.

Genauso wie Würselen, wo Kühnel im Alter von drei Jahren zum ersten Mal beim dortigen FC Sparta organisiert vor den Ball trat. Von 2002 bis 2004 kickte er für Roda Kerkrade in den Niederlanden. "Eine gute technische Ausbildung", lobt er den Verein. Und dann – Alemannia Aachen. Satte 14 Spielzeiten blieb Kühnel bei dem Tivoli-Verein, galt dort trotz seines geringen Alters als Urgestein. Doch die Vertragsverhandlungen liefen im Frühsommer eher mäßig. "Es war einfach Zeit für einen Tapetenwechsel. Ich wollte meine Zelte woanders aufschlagen", erinnert er sich. Da kam das Angebot des WSV Anfang Juni gerade recht.

Fußballvorstand Manuel Bölstler suchte einen Spieler, der im Mittelfeld sowohl die defensive als auch die offensive Position bekleiden kann. "Er hat mit 13 Torbeteiligungen eine enorme Quote für seine Position und hat eine gute Saison in Aachen gespielt. Seine Standards haben eine hohe Qualität. Das hat unserem Kader nach den Abgängen noch gefehlt. Meik hat uns auch mit seiner Technik und mit seiner Mentalität überzeugt", sagte Bölstler bei der Bekanntgabe des Transfers.

Experten bescheinigen Kühnel eine gute Spielübersicht, eine feine Technik und eine hohe Passgenauigkeit. Ein Sprinter ist er zwar nicht, dafür verfügt er über ein sicheres Auge. "Ich sehe mich als ,Box-to-Box'-Spieler. Mein Ziel ist es, trotz des großen Konkurrenzkampfes im Kader Stammspieler zu werden", legt sich der ausgebildete Groß- und Außenhandelskaufmann fest.

Um das zu erreichen, konzentriert er sich momentan komplett auf die sportliche Karriere. Dass der WSV das Saisonziel gemeinsam mit den Fans festlegen will, findet Kühnel richtig: "Beim WSV gibt es wie in Aachen eine tolle Fankultur."

Kühnels Vertrag läuft bis 2020. Momentan hat der Toni-Kroos-Fan noch eine "Doppelbelastung" neben dem Sportlichen. "Ich stecke mit meiner Freundin mitten im Umzugsstress", lacht er. "Aber ich war schon ein paar Mal in der Stadt …"

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